Mormonen - Das Evangelium in aller Welt

Honduras

Vor fast einem halben Jahrhundert war ein Apostel bereit, mit einem Kellner im Hotel über das Evangelium zu sprechen. So trug er dazu bei, das Evangelium einer ganzen Nation zu bringen. José Santos Ortega Flores ist dieser ehemalige Kellner. Der würdig auftretende, große Mann schaut gern auf die Anfänge der Kirche in Honduras zurück. Er erinnert sich voller tiefer Zuneigung an Präsident Spencer W. Kimball.

„Spencer W. Kimball kam am 17. November 1952 in das Hotel Prado, wo ich arbeitete. Am darauffolgenden Tag bediente ich Elder Kimball und seiner Gruppe bei Tisch und servierte das Frühstück. Ich weiß noch, daß ich ihnen Kaffe bringen wollte. Elder Kimball sprach etwas Spanisch. Er sagte: ,Wir trinken keinen Kaffee. Wir hätten gern Limonade oder ein anderes alkoholfreies Getränk.'
Ich sagte: ,Natürlich, geht in Ordnung!' Dann sagte er: ,Das gehört zu unserer Religion. Wir gehören zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.' Dann gab er mir ein kleines Kärtchen mit den dreizehn Glaubensartikeln.”

Elder Kimball war damals mit El-der Bruce R. McConkie, damals Mitglied des Ersten Siebzigerkollegiums, und einigen Missionspräsidenten unterwegs. Am nächsten Tag, als die Gruppe aufbrechen wollte, erkundigte sich Elder Kimball nach dem Kellner.

„Er schrieb meine persönlichen Daten auf, Namen, Adresse, einfach alles”, sagt Bruder Ortega. „Sie gaben mir das Buch Mormon und das Buch 'Lehre und Bündnisse'. Sie sagten, daß sie mit mir in Kontakt bleiben wollten und Missionare
 
 
Das erste Mitglied in Honduras, José Santos Ortega Flores, wurde 1952 von Elder Spencer W. Kimball aufgefordert, mehr über die Kirche zu erfahren.
schicken würden, die mich besuchen und mir mehr über die Kirche erzählen sollten.”

„Dann legte er seinen Arm um mich”, sagte Bruder Ortega und beginnt zu weinen. „Entschuldigen Sie, aber ich liebe Elder Kimball sehr. Er sagte zu mir: ,Ich glaube, Sie sollen das erste Mitglied der Kirche hier in Honduras werden. Wir tragen das Priestertum, und Sie würden der erste Mann in Honduras sein, der es empfängt.' "
Die Gruppe brach auf, und der 27jährige Kellner blieb zurück und dachte über sein Erlebnis nach. Er begann, das Buch Mormon zu lesen, und wenn er Fragen hatte, so schrieb er an Elder Kimball und Elder McConkie, die ihm seine Fragen beantworteten.

Bald kamen Missionare nach Honduras und suchten den Kellner im Hotel auf. „Im Januar 1953 kamen die ersten Missionare. Einer von ihnen war der große, blonde El-der George W. Allen aus El Paso in  Texas, der andere Elder James T. Thorup aus Kalifornien. Sie besuchten mich zu Hause und belehrten mich über das Evangelium. Ich las in den Büchern und betete, so wie sie es mir sagten. Ich empfing ein starkes Zeugnis und ließ mich nach kurzem Kampf taufen.

Damals wohnte ich in einem kleinen Haus, und die ersten Versammlungen der Kirche in Honduras hielten wir dort ab. Es waren fünf Leute anwesend; ich selbst und vier Frau-en: Alicia Casteneda, Antonita Mendoza de Chajig, Antonitas Tante Corina Mendoza und die 12jährige Tochter. Wir waren die ersten fünf Mitglieder.”
Er erzählt, daß die Gruppe rasch anwuchs; viele Untersucher kamen sonntags zur Kirche, viele Kinder fingen an, zur PV zu kommen. Dieses Wachstum verstärkte sich noch, als im April des selben Jahres 10 weitere Missionare nach Honduras kamen.

Bruder Ortega traf seinen lieben Elder Kimball und Elder Bruce McConkie später wieder, als sie die Kirche in Honduras besuchten. Mit der Zeit machte er Fortschritt im Priestertum und diente als Erster Ratgeber in einer Zweigpräsidentschaft und in der Ältestenkollegiumspräsidentschaft.

Das Wachstum, das Bruder Ortega in der Kirche miterleben konnte, grenzt an ein Wunder. In den 46 Jahren, die seit seiner Taufe vergangen sind, wuchs die Kirche in Honduras von einem Mitglied auf rund 82 000 Mitglieder in 20 Pfählen und 8 Distrikten.
Templo de Tegucigalpa

von John L. Hart, Juni 1999

19:40 - 10.02.2008


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