Mormonen - Das Evangelium in aller Welt

Korea -- Land der Morgenfrische

Die Mitglieder der Kirche in Südkorea finden in dem Bemühen, die traditionellen Wertvorstellungen mit dem Evangeliumsdienst zu verbinden, geistigen Frieden.

    Leuchtendes violett, Blau und Rot drängen sich durch Betonspalten in der City von Seoul und blühen in den samtiggrünen koreanischen Bergen — die Nationalblume des Landes macht ihrem Namen alle Ehre.
    Die moo gung hwa, was „immerwährende Blume” bedeutet, blüht anscheinend unverdrossen das ganze Jahr über und bringt an Stelle jedes vertrockneten Blütenblatts bald ein neues, duftendes hervor.
    Der Überlebenswille der Blume wird von den Koreanern sehr bewundert. Sie können Geschichten von Generationen ihrer Vorfahren erzählen, die eine ähnliche Entschlossenheit an den Tag legten. Die Koreaner mußten seit jeher ihre Grenzen und Glaubensvorstellungen verteidigen und sich eine nationale Identität schaffen, die sie von den Nachbarvölkern unterschied, von denen sie immer wieder beherrscht wurden.
    „Man erzählt uns schon als Kindern von unseren Vorfahren”, sagt Choi Mi Young, eine vierzigjährige Mutter von drei Kindern und ein treues Mitglied der Kirche. „Man lehrt uns Loyalität und Entschlossenheit und daß wir stolz darauf sein sollen, und was wir sind.”
    Diese feste Entschlossenheit hat sicher mit dazu beigetragen, daß das Evangelium in der fruchtbaren südkoreanischen Erde Wurzeln geschlagen hat und gedeiht. Einige der ersten koreanischen Mitglieder wurden zu Beginn der fünfziger Jahre von US-Militärangehörigen getauft, die im Korea-Krieg kämpften. Heute (1993) hat die Kirche in Südkorea annähernd sechzigtausend Mitglieder, vierzehn Pfähle und einen Tempel.

Ein Gleichgewicht schaffen
    Das Christentum ist in Korea gewiß nicht neu. Die Hauptreligion des Landes ist zwar immer noch der Buddhismus, aber mehr als ein Drittel der zweiundvierzig Millionen Menschen, die in Südkorea leben, bekennen sich zum Christentum. Doch ein Heiliger der Letzten Tage zu sein ist in einem Land, in dem es in den letzten Jahrzehnten immer wieder große Unruhen gegeben hat, nicht leicht.
   „In den letzten Jahren haben wir große politische und wirtschaftliche Veränderungen erlebt”, sagt Schwester Choi. Korea, schon nor Hunderten von Jahren auch als Land der Morgenfrische bezeichnet, ringt darum, ein Gleichgewicht zwischen dem hektischen modernen Fortschritt und dem jahrhundertealten Traditionen zu schaffen.
    Schwester Choi und ihr Mann, Choi Seok Koo, stehen stellvertretend für die wachsende Zahl von Mitgliedern der ersten Generation, die fest entschlossen sind, ihre Kinder fest im Evangelium zu verwurzeln. „Wir lesen die heiligen Schriften, wir beten miteinander. Wir bemühen uns, unseren Kindern zu zeigen, wie unsere Wertvorstellungen und Prioritäten aussehen, damit sie durch unser Beispiel lernen, Frieden und Geborgenheit zu finden sind”, sagt Schwester Choi.
    Wir wünschen uns, daß unsere Kinder Gott und seine Wahrheiten kennen; sie sollen wissen, wo sie Antworten en können", pflichtet Bruder Choi ihr bei.
    Bruder Choi, der Kardiologe ist, arbeitet sechs Tage in Woche. Er geht morgens um sechs Uhr aus dem Haus kommt oft erst um neun oder zehn Uhr abends nach Hause. Solche Arbeitszeiten sind für einen Koreaner nicht ungewöhnlich. Die schnellebige koreanische Geschäfts- und Technologiewelt fordert ihnen einen gewaltigen Einsatz an Zeit ab. Aber Bruder Choi schafft es, montags zum Familienabend ein bißchen früher nach Hause zu kommen und am Donnerstag seine Aufgaben als Tempelarbeiter im Seoul-Tempel zu erfüllen.
    „Wir bringen für unsere Familie und für die Kirche Opfer”, räumt er ein. „Aber wir bringen unsere Opfer für das, was wir lieben, und für das, was uns wichtig ist; nur das schenkt uns nämlich inneren Frieden.”

An zeitlosen Wertvorstellungen festhalten
    Ob die Mitglieder in einer geschäftigen, modernen Großstadt leben oder in einem verschlafenen Bergdorf, sie finden im Evangelium Frieden und Weisung. Mitten auf der koreanischen Halbinsel, in dem Dorf Yang San, erziehen Cbun Young Jun und Lim In Sok ihre vier Söhne mit den gleichen Wertvorstellungen und Grundsätzen wie die Familie Choi, aber doch in einer ganz anderen Umgebung. Die Familie hatte in Pusan gelebt, war aber in das Dorf gezogen, weil sie dann öfter zusammensein kann. Schwester Lim leitet einen Kindergarten, und Bruder Chun ist Schriftsteller. (Viele koreanische Frauen behalten nach der Heirat ihre Mädchennamen.)
    Die Familie Thun hat in letzter Zeit neue Talente entdeckt. Bruder Thun hat vor kurzem einen landesweiten Geschichtenerzählwettbewerb gewonnen – mit einer Geschichte aus dem Songdo Wi Bot (der Zeitschrift der Kirche auf koreanisch), die er seinen Kindern vorgelesen hatte und die er bei dem Wettbewerb erzählt hat. Jetzt verbringen er und seine Frau viele Nachmittage damit, geschminkt und kostümiert der heranwachsenden Generation „Geschichten mit einer Moral” zu erzählen.
    Nach dem Sieg in dem Wettbewerb waren die Medien sehr an der Familie Chun interessiert. Es erschienen zahlreiche Fernsehprogramme und Zeitungsartikel, in denen ihre Geschichte erzählt wurde. Fast immer war vor allem von der Einigkeit und dem Engagement in dieser Familie die Rede. „Die Leute, die uns besuchten, waren erstaunt”, berichtet Schwester Lim. „Aber wir leben doch bloß nach den Grundsätzen des Evangeliums.”
    Noch vor wenigen Jahren wäre die Familie Chun gar nichts Außergewöhnliches gewesen; in der koreanischen Kultur hat die Familie nämlich einen hohen Stellenwert. Aber Südkorea macht jetzt, wie andere Länder auch, die Erfahrung, daß das Bemühen, mit dem weltweiten Fortschritt gleichzuziehen, es mit sich bringt, daß geschäftliche und wirtschaftliche Interessen oft die zeitlosen Wertvorstellungen überschatten.

„Dinge, ie einen Menschen ändern können"
    Für Cho Young Hyun, der in der Gemeinde Poong Hyang in Kwangju als Bischof dient, ist der feste Entschluß, nach den Grundsätzen des Evangeliums zu leben, im Wettbewerb der Geschäftswelt sogar von Vorteil.
    Nach dem Studium war Bischof Cho Anwärter auf einen prestigereichen Posten als Chemiker bei einer der größten Ölgesellschaften Südkoreas. Bevor er angestellt werden konnte, mußte er mit allen Geschäftsführern Interviews führen. „Sie saßen mir gegenüber und stellten mir eine Frage nach der anderen”, erklärt er.
    Unter anderem wurde er gefragt, wie wichtig ihm die Verantwortung für die Familie im Vergleich zur Verantwortung für die Firma sei. „Sie haben wohl damit gererechnet, daß ich ihnen versichern würde, für- mich würde die Firma an erster Stelle stehen”, meint Bischof Cho. „Aber ich habe ohne zu zögern geantwortet, daß ein Versagen in der Familie durch keinen sonstigen Erfolg wettzumachen sei. Meine Antwort überraschte und beeindruckte  sie. So konnte ich ihnen die Worte eines Propheten vermitteln.
    Bischof Cho bekam die Stelle. Aber schon nach fünf Monaten wurde ihm eine Stelle als Lehrer im Bildungswesen der Kirche angeboten. Dort verdiente er zwar zwei Drittel weniger, aber er nahm das Angebot an und unterrichtet jetzt in Kwangju, einem Ort in Südkorea in der Nähe seines Heimatortes.
    „Ich wollte schon als Junge Lehrer werden”, sagt Bischof Cho zu der Richtung, in die sein Leben sich gewendet hat. „Aber ich hatte kein Interesse daran, Mathematik oder Physik oder Geschichte zu unterrichten. Ich wollte Dinge lehren, die einen Menschen ändern können. Und das tue ich jetzt”
    Zu den Menschen, auf die Bischof Cho jetzt Einfluß nimmt, gehören die jungen Schüler und Studenten in den zahlreichen Seminar- und Institutsklassen in ganz Südkorea.
    Das Seminar- und lnstitutsprogramm hat im Land einen allmählichen Aufschwung genommen, als den örtlichen Führern bewußt wurde, daß die Jugendlichen von heute die Führer von morgen sind und daß sie selbst sehen müssen, wo Frieden und Glück zu finden sind.
    Schwester Lee Kyung Hee, ein Mitglied der Gemeinde Seocho in Seoul, unterrichtet im Seminar am frühen Morgen. Sie ist auf Mission gewesen und weiß, wie wichtig es ist, daß man sein Leben schon früh nach dem Evangelium ausrichtet.
    „Ich lerne von den Jugendlichen”, erklärt sie. „Wenn ich studiere und mich auf den Unterricht vorbereite, lerne ich das Evangelium gründlicher kennen und festige mein Zeugnis. Der Seminarunterricht gibt mir die Möglichkeit, etwas für den himmlischen Vater zu tun. Ich lasse die Schüler an meinem Zeugnis, an meinem Leben, an meinen Erfahrungen teilhaben. Und solange ich dem himmlischen Vater diene, segnet er mich auch.”
    In Schwester Lees Seminarunterricht am frühen Morgen lernen die Schüler, die Lehren aus den heiligen Schriften auf das tägliche Leben zu beziehen. „Ich lese gern, wie Alma und die Söhne Mosias auf Mission gingen”, sagt ein Schüler. „Aus ihrem Beispiel und ihrem Mut kann ich etwas lernen. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Konflikte mit meinen Freunden und meinen Glaubensvorstellungen. Ich spüre, daß der Herr mir Kraft schenkt, wenn ich in den heiligen Schriften lese und die \Versammlungen besuche und die richtigen Entscheidungen treffe”
Die Ausbildung hat in Korea einen hohen Stellenwert; auf der Grundschule werden die Schüler auf Prüfungen vorbereitet, die sie für die weitere Ausbildung qualifizieren. Es ist durchaus üblich, daß der Unterricht und die Hausaufgaben zusammen zehn bis zwölf Stunden des Tages beanspruchen. So kann ein frustrierender Konflikt entstehen, wenn man sich die Zeit für religiöse Aktivitäten nimmt, vor allem wenn man in seiner Familie das einzige Mitglied der Kirche ist.

Durch Gehorsam gesegnet
    Einem jungen Mitglied in Pusan ist dieses Dilemma sehr vertraut. Dieses Mädchen, dem die Mutter verboten hat, die Versammlungen der Kirche zu besuchen, betet weiterhin treu und liest in den heiligen Schriften und glaubt fest daran, daß ihre Mutter eines Tages ihre Meinung ändern wird.
    „Ich weiß, was mir wichtig ist und daß der Herr mich segnet, wenn ich weiterhin gehorsam bin und tue, was ich kann”, sie schlicht.
    Han Sang Ick von der Gemeinde Shin Dang in Seoul weiß, daß er durch seinen Gehorsam reich gesegnet worden ist. Sein Leben ist zwar nicht so verlaufen, wie er es eigentlich vorhatte, aber Bruder Han sagt: „Ich bin heute glücklicher, als ich es mir je hätte vorstellen können.”
    Bruder Han war Schauspielschüler an der Universität. Er wollte später einmal auftreten und selbst auch unterrichten. Dann wurde er zum Studentenvertreter am Religionsinstitut in Seoul gewählt. „Alle vorherigen Studentenvertreter hatten eine Mission erfüllt”, erklärt er. „Da habe ich natürlich ernsthaft darüber nachgedacht, ob ich auf Mission gehen sollte oder nicht.”
    Bruder Han, der sich mit siebzehn hatte taufen lassen und in seiner Familie das einzige Mitglied der Kirche war, trug in seiner Familie große Verantwortung. Sein Vater war gestorben, und als der älteste Sohn war er für seine Mutter verantwortlich. „Sie erwartete von mir, daß ich mein Examen machte, heiratete und für sie sorgte. So ist es im Laufe der Jahre immer gewesen "
    Statt dessen machte Brüder Han sein Examen, kümmerte sich darum, daß seine Mutter versorgt war, und wurde mit sechsundzwanzig Jahren Vollzeitmissionar. „Natürlich war das die richtige Entscheidung”, sagt er abschließend. „Meine Mutter wurde gesegnet, und ich habe es mir zur festen Gewohnheit gemacht, rechtschaffene Entscheidungen zu treffen.”
    Auf Mission hat Bruder Han durch das Buch Mormon etwas sehr Wichtiges gelernt. „Wir Missionare sollten den Menschen zuerst vom Buch Mormon und von Joseph Smith erzählen. Ich hatte das Gefühl, daß das aber schwerer zu verstehen und anzunehmen sei und daß es für die Untersucher leichter wäre, wenn sie erst allmählich an die Grundsätze des Evangeliums herangeführt würden”, sagt Bruder Han.
    Er war allerdings rasch frustriert, weil die Untersucher so gar nicht darauf eingingen. „Nachdem ich gefastet und gebetet hatte, erhielt ich meine Antwort”, sagt Bruder I Ian. „Ich wußte, daß ich zuerst das Buch Mormon lehren mußte. Mir wurde klar, daß ich mich nicht darauf verlassen hatte, daß der Geist die Menschen beeinflussen und ihre Einstellung verändern kann. Es überraschte mich, aber als ich gehorsam war, nahmen die Menschen diese Evangeliumsgrundsätze und Vorstellungen an, die ich für zu schwer gehalten hatte.”
    Während ein sechsundzwanzig Jahre alter Vollzeitmissionar in den meisten Ländern eher ungewöhnlich wäre, gibt es viele koreanischo Missionare in diesem Alter. Da die koreanischen Männer zweieinhalb Jahre Militärdienst ableisten müssen und ihre Ausbildung strengen Regeln unterworfen ist, gehen sie häufig erst dann auf Mission, wenn sie den Militärdienst und das Studium hinter sich haben. Es ist heute für die Koreaner nicht mehr so außergewöhnlich, eine Mission zu erfüllen, und zwar für Männer und Frauen. Derzeit gibt es in Korea vier Missionen, und über 25 Prozent der Missionare kommen aus dem Land selbst.
    Natürlich hat es gewisse Vorteile, wenn man das Evangelium von einem gebürtigen Koreaner lernt: die Missionare erzählen den Untersuchern häufig, was sie selbst erlebt haben, und bringen die koreanische Kultur in die Grundsätze des Evangeliums ein. Ein solch persönliches Zeugnis kann sehr dazu beitragen, daß ein neues Mitglied große Veränderungen in seinem Leben vornimmt.

Wissen, was in Ewigkeit wichtig ist
    Eine der größten Schwierigkeiten, die sich den koreanischen Mitgliedern stellen, vor allem in der Geschäftswelt, ist das Befolgen des Wortes der Weisheit. „Trinken und Rauchen gehören hier einfach zum Leben dazu, vor allem im Geschäftsleben und in der Gesellschaft”, meint Joo Duck Young, ein Mitglied des Zweiges Dunchon. „Nach der Arbeit gehen die Männer einen trinken. Das ist ein allseits akzeptierter Bestandteil der Arbeit.”
    „Aber die koreanischen Heiligen der Letzten Tage wissen, daß sie nach der Arbeit noch ihren Berufungen in der Kirche nachgehen und sich um ihre Familie kümmern müssen. Wenn man nicht weiß, daß das Wort der Weisheit ein ewiger Grundsatz ist, der mit der Gesundheit zu tun hat, und daß die Familie eine Einheit für die Ewigkeit ist, hat man das Gefühl, daß außer einem selbst alle im Geschäftsleben erfolgreich sind. Jedes Mitglied muß wissen, was in Ewigkeit wichtig ist.
    Und Bruder Joo muß es wissen. Er ist Generaldirektor im Handelsministerium, er ist der höchstrangige südkoreanische Beamte in der Kirche. Seine Kollegen haben seine Grundsätze achten gelernt und beneiden ihn sogar darum.
    „Das Evangelium lehrt Fleiß und Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit”, erklärt er. „Und was noch wichtiger ist, das Evangelium lehrt uns, freundlich zu sein. Die Koreaner sind sehr auf ihr Privatleben bedacht; sie mischen sich nicht in das Leben eines anderen ein, außer wenn sie verwandt sind. Wenn ich etwas eher Ungewöhnliches tue, um einem anderen zu helfen, sind die Leute oft überrascht. Aber sie spüren, daß ich aufrichtig bin, daß es mir wirklich wichtig ist.”
    Wenn man der Empfänger solcher ungewöhnlicher Freundlichkeit ist, kann sich das Leben wirklich ändern. In Naju ist der sechzehnjährige Seo Jin Oo heute noch am Leben – dank dem Glauben und der Liebe seiner Familie und der vielen Freunde im Evangelium.
    Jin Oo war in der Schule und lernte gerade während der Pause, als ein Klassenkamerad plötzlich einen Wutanfall hatte und ihn mit einem Schläger auf den Kopf schlug.
    Benommen, aber noch bei Bewußtsein zog Jin Oo sich nach hinten ins Klassenzimmer zurück, wo er bewußtlos zu Boden fiel.
    Für die Familie Seo waren die nächsten dreizehn Tage mit Krankensegen, Gebeten und Nachtwachen rund um die Uhr ausgefüllt. Die Sommersonne schien brennend heiß, im Krankenhaus gab es keine Klimaanlage, und es gab kaum Krankenschwestern. Kin Oos Eltern, Seo Young Won und Kim Kyung Ja, mußten dafür sorgen, daß das Fieber sank, indem sie ihrem Sohn ständig neue kalte Tücher auflegten.
    „Es war immer ein Mitglied oder ein Missionar dort”, erinnert sich Bruder Seo. Die Mitglieder fuhren zum Krankenhaus, damit Jin Oos Eltern die Ruhe bekamen, die sie so dringend brauchten. Jin Oos Name wurde im Seoul-Tempel auf die Gebetsliste geschrieben, und die Mitglieder im ganzen Pfahl Kwangju hielten besondere Fasttage ab. „Die Ärzte und Krankenschwester versuchten uns darauf vorzubereiten, daß er sterben mußte”, erzählt Schwester Kim. „Aber wir gaben die Hoffnung nicht auf. Wir hatten Glauben.
    Nach zwei Operationen erwachte Jin Oo aus dem Koma; entgegen den Vorhersagen der Ärzte hat er keinen Gehirnschaden und auch keine dauerhaften Schäden davongetragen.
    „Es war für uns eine sehr schwere Zeit”, sagt Schwester Kim. „Aber wir haben gelernt, worauf es wirklich ankommt und an wen wir uns wenden können, wenn wir Hilfe brauchen. Jin Oos Erlebnis hat uns als Familie und als Zweig gestärkt. Wir sind einander näher, sind einiger und uns mehr unserer Mitmenschen und ihrer Bedürfnisse bewußt. Wir sind jetzt wirklich fester entschlossen, unsere Mitmenschen zu lieben und ihnen zu dienen.”
    Die Heiligen in Südkorea, die nur ein Zehntelprozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, strahlen den Frieden des Evangeliums aus, und sie sind fest entschlossen, weiter zu wachsen. Und diese Entschlossenheit – wie die der immerblühenden moo gung hwa – bedeutet den Heiligen der Letzten Tage im Land der Morgenfrische sehr viel.

Kellene Ricks Adams, August 93

19:05 - 2.03.2008


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