Mormonen - Das Evangelium in aller Welt

Eine gemeinsame Sprache in Papua-Neuguinea

Als die Europäer im 19. Jahrhundert mit der Erforschung von Neuguinea begannen, mögen sie das Gefühl gehabt haben, sie seien auf die Nachkommen der Erbauer des Turms von Babel gestoßen. Auf den Inseln, aus denen der Staat Papua-Neuguinea im Pazifik besteht, werden nämlich etwa 850 Sprachen gesprochen, also fast ein Drittel aller auf der Welt gesprochenen Sprachen.

Bis in unser Jahrhundert hinein waren viele einheimische Stämme durch hohe Berge, zerklüftetes Gelände, dichten Regenwald, tiefe Täler und breite Flüsse voneinander getrennt. So entwickelten sie ihre eigene Sprache, die sich aufgrund der abgeschiedenen Lage auch erhielt.
Heute jedoch erweist sich der Heilige Geist als einigende Kraft bei den Bewohnern Papua-Neuguineas. Das wiederhergestellte Evangelium verbreitet sich auf den Inseln im Pazifik, und die Menschen fangen an, die Aufforderung des Herrn zu beherzigen, mitsammen aufzuhorchen und zuzuhören. (Siehe LuB 1:1.)
Papua-Neuguinea setzt sich aus der Osthälfte der Insel Neuguinea und einer etwa 1600 km langen Inselkette zusammen, zu der unter anderem die Salomonen und der Bismarckarchipel gehören. Es liegt nördlich von Australien und knapp unterhalb des Aquators und hat etwa vier Millionen Einwohner.
Die ersten portugiesischen Entdecker tauften die Inseln „Inseln der Papuas”. Dieser Ausdruck stammt vom malayischen Wort „papuwah”, was „krauses Haar” bedeutet und auf das dunkle Kraushaar der Ureinwohner anspielt. Die Holländer nannten die Insel später Neuguinea, weil sie dem Land Guinea so ähnlich ist. 1975, als das Land in die Unabhängigkeit entlassen wurde, fügte man die beiden Namen zu Papua-Neuguinea zusammen.
So wie die ersten Entdecker hatten auch die ersten Missionare der Kirche, die in den sechziger und siebziger Jahren unseres Jahrhunderts ins Land kamen, mit Mißtrauen zu kämpfen. Bei den Bewohnern, die sich weitgehend zum christlichen Glauben bekennen, kursieren falsche Gerüchte über die Kirche, und an manchen Orten gibt es regelrechten Widerstand. Aber im Grunde sind die Bewohner Papua-Neuguineas freundliche, großherzige Menschen, die für Geistiges empfänglich sind; bei vielen hat auch Neugier die Bekehrung zur Kirche bewirkt. Seit 1987 hat sich die Zahl der Mitglieder auf mehr als 3000 verdoppelt.
Die meisten Heiligen der Letzten Tage auf Papua-Neuguinea wohnen in Port Moresby, einer schnell wachsenden Stadt mit 170000 Einwohnern, in der sich die Kulturen und Stämme des Landes begegnen. Es gibt auch Zweige der Kirche in mehreren größeren Städten an der Nordküste Neuguineas, so etwa auf der Insel Daru, in Rabaul auf der Insel Neubritannien sowie in einigen Ortschaften wie Kuriva und dem benachbarten Aroa, die auf einer Kokosnußplantage gelegen sind. Bisher sind die Missionare jedoch noch nicht in die dicht besiedelten, fruchtbaren Bergtäler gelangt, wo etwa ein Drittel der Bevölkerung Papua﷓Neuguineas lebt. Aber viele Bewohner, die vor den dreißiger Jahren nur wenig Kontakt zur übrigen Welt hatten, bitten schon um den Besuch der Missionare.

„Den heiligen Geist spüren“

1992 arbeitete Nathan Siriga als Landentwicklungsplaner für die Regierung. In seiner Heimatstadt Popondetta an der Nordküste kamen ihm abfällige Gerüchte über die Kirche zu Ohren. „Ich bekam die Aufgabe, die Angelegenheit zu untersuchen und einen Bericht zu verfassen”, erzählt er. „Falls die Gerüchte stimmten, wollte ich als Vertreter der Regierung die Kirche verbieten.”
Nathan Siriga ging mit seinen Fragen zu einem Kollegen namens Benson Ariembo, der ebenfalls für die Regierung arbeitete, aber auch Zweiter Ratgeber in der Missionspräsidentschaft Papua-Neuguineas war. Bruder Siriga gibt bereitwillig zu, daß sein Interesse an der Kirche nicht nur einen offiziellen Hintergrund hatte: „Seit fünfzehn Jahren hatte ich schon nach der Wahrheit gesucht”, erklärt er. „Eine Frage führte zur nächsten, und nach ein paar Minuten war mir schon klar, daß die Heiligen der Letzten Tage mehr über das Leben nach dem Tod und das Zweite Kommen Jesu Christi wußten als ich.”
Nachdem er sich mehrere Monate mit dem Buch Mormon und dem Buch `Lehre und Bündnisse' beschäftigt hatte, entschloß er sich zur Taufe. Am Abend vor seiner Taufe betete er um die Bestätigung, daß die Lehren der Kirche wahr sind. Nachts träumte er dann, er sei von weißgekleideten Menschen umgehen, die für ihn beteten. „Ich stand mitten unter ihnen, und das Herz wollte mir vor Freude zerspringen. Ich betete und weinte gleichzeitig. Mir war, als sei ich mitten im Himmel."
Bruder Siriga dient jetzt als Zweiter Ratgeber in der Zweigpräsidentschaft des Zweiges Popondetta. Er gibt Zeugnis vom Evangelium und tut alles, um die negativen Gerüchte über die Kirche zu zerstreuen. ,Was ich spüre, wenn ich mit den Mitgliedern zusammen bin oder an der Abendmahlsversammlung teilnehme, das habe ich vorher nirgendwo gespürt", sagt er. „Es ist unsere Pflicht, allen Menschen von der Kirche zu erzählen.”
Präsident Joseph J. Grigg, der erste Präsident der seit drei Jahren bestehenden Mission Papua-Neuguinea, berichtet: „Viele Mitglieder in Papua-Neuguinea haben das Evangelium aufgrund eines Traums oder einer geistigen Eingebung angenommen. Der Herr macht sie bereit, und sie nehmen das Evangelium bereitwillig an. Die Mitglieder haben ein Zeugnis, und sie geben auch häufig Zeugnis.”

Familienzusammenhalt
Auch der enge Zusammenhalt der Familie ist ein Grund für das Wachstum der Kirche in Papua-Neuguinea. Wantoks (was buchstäblich „gemeinsame Sprache” bedeutet) sind Bewohner desselben Dorfes, oft Familien und Freunde, die dieselbe Sprache sprechen. Die Verwandten wohnen oft dicht beieinander und teilen alles miteinander. Deshalb sind die Städte in Neuguinea auch oft eine Ansammlung von linguistischen und kulturellen Enklaven.
Der enge Zusammenhalt der Familie und die Mobilität vieler Bewohner Papua-Neuguineas haben sich für das Wachstum der Kirche sowohl als Vorteil als auch als Nachteil erwiesen. Die meisten Zweige sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen, aber die Anwesenheitszahlen am Sonntag schwanken stark, weil die Mitglieder oft in ihr Heimatdorf fahren, um ihre Verwandten zu besuchen. Andererseits haben diese Fahrten, ebenso wie die hohe Kommunikationsbereitschaft der Bewohner dazu beigetragen, daß sich das Evangelium auch in den Gebieten ausgebreitet hat, in denen es noch keine Zweige gibt.

In vielen Dörfern fragen die Bewohner schon nach den Missionaren, aber bisher haben sich die wenigen Missionare im Land nur auf Kerngebiete in den dichtbesiedelten Landesteilen konzentrieren können. Dort werden die Mitglieder geschult, indem sie sich mit der Evangeliumslehre befassen und Berufungen ausüben. In manchen Dörfern war das Interesse am Evangelium jedoch so groß, daß auch dort Zweige gegründet wurden.
John Oii beispielsweise hat im September 1986 in seinem Heimatdorf Kuriva vom Evangelium erzählt. Er war gerade aus Port Moresby zurückgekommen, um seinen Sohn, der an einem Schlangenbiß gestorben war, zu Grabe zu tragen. Während der traditionellen zweimonatigen Trauerzeit erzählte er den Dorfbewohnern von Joseph Smith und dem Engel Moroni, und es interessierten sich so viele für das Evangelium, daß Bruder Oii um Missionare bat. Er selbst fungierte als Dolmetscher, und die Dorfbewohner hörten gespannt zu, als die Missionare ihnen das Evangelium darlegten.
Im März 1987 hatten sich schon 40 Einwohner Kurivas taufen lassen, und die Kirche hatte dort einen Zweig gegründet. Im selben Monat noch weihte Elder James E. Faust das strohgedeckte Gemeindehaus, das die Mitglieder selbst gebaut hatten und das nur einen einzigen Raum hatte. Seit 1987 hat sich die Mitgliederzahl in Kuriva mehr als vervierfacht. Anhand des Seminarprogramms haben sich 15 junge Männer für eine Mission bereitgemacht, und die meisten davon dienten in Papua-Neuguinea.

„Der Stein ist ins Rollen gekommen”

„Der Stein ist ins Rollen gekommen und rollt immer schneller”, sagt Robert Gandia. Er ist Seminarlehrer in Kuriva. Seine Klasse besteht aus 26 Schülern, und oft kommen auch Erwachsene zum Unterricht, um mehr über das Evangelium zu lernen. Junge Schwestern unterrichten Englisch oder übersetzen für ältere Schwestern, die kein Englisch sprechen.
„Die Arbeit mit der Jugend der Kirche macht große Freude”, sagt Bruder Gandia. „Ich unterrichte sehr gerne. Junge Menschen sind wichtig für die Kirche, denn sie sind die Führer von morgen. Unsere Schüler sind gut; sie arbeiten mit, und sie lernen die heilige Schrift. Der Heilige Geist ist mit ihnen.”
So wie etwa 85 Prozent aller Einwohner Papua-Neuguineas lebt auch Bruder Gandia von Landwirtschaft. Wenn er nicht im Garten arbeitet, auf Fischfang oder auf der Jagd ist, dient er seinen Brüdern und Schwestern und unterrichtet seine Familie und die Seminarschüler im Evangelium.
„Wir sitzen nicht untätig herum”, meint er. „Das Evangelium macht den Menschen bewußt, wie wichtig Arbeit und Opfer sind.” Und mag das Dorfleben auch einfach und bescheiden sein – Evangeliumskenntnis und der Dienst in der Kirche verleihen ihm einen wichtigen Sinn.
Wie in anderen Gebieten, so stellt das Wachstum der Kirche auch die Mitglieder in Papua-Neuguinea auf den Prüfstand. Manche bleiben der Kirche treu, andere nicht. Aber aufgrund der zunehmenden Mitgliederzahl und der immer stärker werdenden Führerschaft in der Kirche haben viele, die vom Weg abgeirrt sind, zum Evangelium zurückgefunden.
1990 haben die Missionare auf vielfachen Wunsch mit der Missionsarbeit auf der kleinen Insel Daru westlich von Port Moresby im Papuagolf begonnen. Drei Monate später gab es dort schon einen Zweig mit mehr als 150 Mitgliedern. Aber trotz des anfänglichen Erfolges sank die Zahl der aktiven Mitglieder, weil die Organisation noch nicht richtig funktionierte und einige Mitglieder in ihre nahegelegenen Heimatdörfer auf Neuguinea zurückkehrten.
Inzwischen gibt es aber mehr als 300 Mitglieder auf Daru, und viele sind auch wieder aktiv geworden. Das ist den Führern des Zweigs sowie den Missionarsehepaaren zu verdanken, die sich um die weniger aktiven Mitglieder kümmern. Der rasch wachsende Zweig, der im Februar 1993 sein eigenes Gemeindehaus beziehen konnte, zieht zunehmend das Interesse der gegenüberliegenden Ortschaften auf Neuguinea auf sich.
„Gegenüber von Daru, auf Neuguinea, haben schon 10 Dörfer um Missionare gebeten”, sagt Charles Garry, der frühere Zweigpräsident. „Sie haben von Mitgliedern, die in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt sind, vom Evangelium gehört. Dann kommen sie hierher zur Kirche und hören zu. So wird ihr Interesse geweckt. Unsere Lehren sind zwar neu für sie, aber sie öffnen sich ihnen und möchten, daß das Evangelium auch in ihren Dörfern verkündet wird.”

„Eine Kirche des Lernens”

Die meisten Bewohner Papua-Neuguineas sprechen mehrere Sprachen, aber viele können weder lesen noch schreiben. Ungefähr die Hälfte der Kinder geht zur Grundschule, aber nur 15 Prozent besuchen anschließend eine weiterführende Schule. Dennoch schaffen immer mehr junge Menschen den Weg zu den beiden Universitäten des Landes und den kleinen Colleges, die es in den meisten Provinzen gibt.
„Wir freuen uns über alle Möglichkeiten zum Lernen, die das Evangelium uns bietet”, sagt Esther Kairi, die im Zweig Gerehu in Port Moresby das Seminar sowie Alphabetisierungskurse unterrichtet. Die Mitglieder sind besonders dankbar für das Programm der Kirche, durch das sie Lesen und Schreiben lernen können.
Als sich Doreen Huena und ihr Mann Winceslas 1990 der Kirche angeschlossen hatten, wollte Schwester Huena unbedingt das Buch Mormon und die Bibel lesen. Sie sagt, daß sie durch die Taufe Frieden gefunden und den starken Wunsch entwickelt habe, selbst in der heiligen Schrift studieren zu können.
„Ich habe gebetet und gefastet, daß ich das Buch Mormon und die Bibel lesen könne”, erzählt Schwester Huena, heute Ratgeberin in der PV-Leitung des Zweiges Popondetta. Aber mit nur einem Jahr Schulbidlung „fiel es mir schwer, das Wort des Herrn zu lesen und zu verstehen". Mit Beten, beharrlichem Bemühen und der Hilfe der Missionare konnte sie jedoch schon bald in der heiligen Schrift lesen und das Gelesene auch verstehen.
Auch Edna Amburo fiel es zuerst schwer, das Buch Mormon zu lesen – nicht, weil sie es nicht verstanden hätte, sondern weil ihre Freunde ihr einreden wollten, sie werde dafür „ins Feuer kommen”. „Alle meine Freunde haben mich gedrängt, das Buch Mormon zu verbrennen, aber das wollte ich nicht, denn ich spürte, daß es das Wort Gottes ist.”
Edna Amburo ließ sich 1990 taufen. Kurz darauf wurde sie berufen, Seminarschüler im Buch Mormon zu unterrichten.
„Ich sagte: Wie soll ich denn unterrichten? Ich bin doch überhaupt nicht gebildet. Außerdem kann ich Englisch weder gut sprechen noch gut schreiben. Ich bin schon nach der fünften Klasse von der Schule gegangen.”
Aber die Mitglieder des Zweiges und die Vollzeitmissionare machten ihr Mut und sagten ihr, sie solle den Herrn um Hilfe bitten. Das nahm sie sich auch zu Herzen und fastete und betete zwei Wochen lang unter Tränen, der Herr möge ihr helfen, eine gute Lehrerin zu werden.
„Ich habe Moroni 10:4,5 gelesen und danach gehandelt”, erzählt sie. „Und ich habe gemerkt, daß alles stimmt, was dort steht. Ich fand Frieden im Herzen, und ich empfand Freude. Und auf einmal fand ich es schön, daß ich den Seminarunterricht halten sollte. Das Buch Mormon bedeutet mir sehr viel, und ich verstehe es jetzt auch."
Schwester Amburo führt ihren geistigen und intellektuellen Fortschritt darauf zurück, daß der himmlische Vater ihr geholfen hat. Inzwischen unterrichtet sie nicht nur die Seminarschüler, sondern auch in der Sonntagsschule. Außerdem ist sie Ratgeberin in der FHV-Leitung des Zweiges Popondetta.
„Ich habe Schritt um Schritt Fortschritt gemacht. Die Kirche hat mir sehr dabei geholfen, denn sie ist eine Kirche des Lernens.”

„Der Herr segnet uns”
Das Leben der Heiligen der Letzten Tage in Papua-Neuguinea steht in krassem Gegensatz zum primitiven Leben ihrer Vorfahren, wie es auch heute noch bei abgelegen wohnenden Inselbewohnern zu finden ist. Ein strahlendes Gesicht, gepflegte Kleidung und der Dienst im Evangelium machen deutlich, daß das Evangelium ihnen die geistige Neugeburt ermöglicht hat.
Die christlichen Missionare, die vor etwa einhundert Jahren mit ihrer Arbeit begannen, haben dazu beigetragen, die Menschen für das wiederhergestellte Evangelium bereitzumachen. Die meisten Bewohner Papua-Neuguineas verstehen sich als Christen, aber mancher Aberglaube und manche Riten, die im Gegensatz zum Evangelium stehen, sind in der Stamm- und Dorfkultur erhalten geblieben.
Für viele Inselbewohner — die fast immer von feindlichen, mißtrauischen Nachbarn umgeben sind, die eine andere Sprache sprechen — ist der Grundsatz „Liebe deinen Nächsten” völlig neu. Wantoks, die in ihrem Dorf gut füreinander sorgen, hält möglicherweise nichts davon ab, Angehörige eines anderen Stammes oder Stadtbewohner, die ihnen ja fremd sind, zu bestehlen. In den Städten ist die Arbeitslosigkeit hoch und das Stellenangebot knapp, und der Zusammenhalt des Dorflebens ist verschwunden.
Doch das wiederhergestellte Evangelium trägt dazu bei, daß zwischen den Mitgliedern der Kirche, die in der Stadt wohnen, ein Gefühl der Einigkeit entsteht, und daß der Zusammenhalt unter den Dorfbewohnern gefestigt wird. Loka Hui, Erster Ratgeber in der Präsidentschaft des Zweiges Popondetta, erzählt: „Ich habe mich eigentlich immer einsam gefühlt. Aber als ich mich dann der Kirche anschloß, spürte ich, daß ich eine Familie gefunden hatte, in der alle einander lieben und sich umeinander kümmern. Von den Missionaren und den Mitgliedern habe ich gelernt, was Liebe ist. Ich weiß, daß ich jetzt zur Familie Jesu Christi gehöre.”
Vaiba Rome, der Präsident des Distrikts Port Moresby, merkt dazu an: „Die Mitglieder, die hier die Grundlage für die Kirche legen, sind zutiefst demütig. Wir haben zwar unsere Schwächen, aber der Herr segnet uns. Die Kirche bietet uns die Programme und das Wissen, das wir brauchen, um über die alten Überlieferungen hinauszuwachsen, die uns gebunden und daran gehindert haben, Fortschritt zu machen. Ich weiß, daß wir noch viel Arbeit vor uns haben, aber ich weiß auch, daß großer Erfolg auf uns wartet. Der Herr schenkt uns die Kraft, die wir brauchen, um gemeinsam voranzukommen.”
Präsident Rome und seine Frau Mauveri gehörten zu den ersten, die sich 1981 auf Papua-Neuguinea zur Kirche bekehrten. Seitdem hatte er schon viele Berufungen in der Kirche. 1984 reisten er und seine Frau zum Neuseeland-Tempel, wo sie als erstes Ehepaar aus Papua-Neuguinea gesiegeh wurden. 1991 fuhren sie dann zusammen mit 138 weiteren Mitgliedern zum Sidney-Tempel nach Australien.
„Den Mitgliedern hier wird bewußt, wie wichtig das Evangelium für ihre Familie ist”, sagt Präsident Rome. „Die Männer übernehmen Verantwortung und sorgen für ihre Frau und ihre Kinder. Die Frauen finden Anerkennung und Achtung und werden so behandelt, wie es sich gehört. Sie sind stolz auf uns, und wir wiederum sind stolz auf sie und unsere Kinder. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Kirche. Unserer Meinung nach finden die Frauen in der Kirche mehr Anerkennung als in jeder anderen Organisation auf Papua-Neuguinea.”
Die Mitglieder auf Papua-Neuguinea sind fest davon überzeugt, daß die Kirche Fortschritt machen wird, obwohl es noch viel Analphabetentum, viele alte Überlieferungen und gelegentlich auch Widerstand gibt. Und sie glauben auch daran, daß die Sprachbarrieren durch die vielen verschiedenen Sprachen im Land überwunden werden, denn die Stimme des Heiligen Geistes können ja alle Menschen verstehen. Und diejenigen, die auf diese Stimme hören und ihr folgen, sprechen eine gemeinsame Sprache, nämlich die Sprache des Glaubens. Sie sind, wie Paulus es einmal ausgedrückt hat, „nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes” (Epheser 2:19). Sie sind eins im Herzen, im Sinn — und in der Sprache.
Michael R. Morris, August 1995

19:38 - 14.04.2008


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