Mormonen - Das Evangelium in aller Welt

Afrika

Moses Mahlangu aus Soweto in Südafrika hat sechzehn Jahre lang auf seine Taufe gewartet — geduldig und beharrlich. Wenn er über die lange Wartezeit spricht, vergleicht er sich immer mit Kornelius, dem römischen Hauptmann, der geduldig auf das Wort Gottes wartete, bis ein Engel Gottes bei ihm eintrat und ihm sagte, was er tun sollte. (Siehe Apostelgeschichte 10:1—7.) Heute (1994) ist Moses Mahlangu 67 Jahre alt und für die Außenanlagen des Johannesburg-Tempels verantwortlich, den er regelmäßig besucht.
Bruder Mahlangu gehört zu den vielen Afrikanern, die aufgrund einer Offenbarung, die Präsident Spencer W Kimball im Juni 1978 verkündete, in den Genuß des Priestertums und der Segnungen des Tempels gekommen sind, die damals allen würdigen Mitgliedern verheißen wurden. In den darauf folgenden Jahren kamen in Afrika immer mehr Menschen mit dem Evangelium und den Segnungen des Priestertums in Berührung, und es wurde ganz deutlich, daß der Herr die Menschen in Afrika bereitgemacht und mit seinem Geist gesegnet hatte, so wie es zu Beginn der Wiederherstellung des Evangeliums auch bei anderen Menschen der Fall war.
Obwohl die Kirche 1853 nach Südafrika gebracht wurde, verging doch mehr als ein Jahrhundert, bis die Evangeliumsverkündung offiziell in Afrika begann. Als Glen G. Fischer 1960 als Missionspräsident Südafrikas entlassen wurde, bat die Erste Präsidentschaft ihn, mehrere religiöse Gruppen in Nigeria aufzusuchen, die den Namen der Kirche angenommen hatten. Bruder Fisher sah, daß ihr Herz am wiederhergestellten Evangelium hing, und empfahl, Missionare zu ihnen zu senden.
Sechs Jahre lang bemühte die Kirche wie ich es dir gebieten werde,
sich, die Genehmigung zur Missionsarbeit in Nigeria zu erhalten, aber vergebens. Als es 1966 auch keine Visa mehr *ab, wurden die Bemühungen wieder eingestellt.
Trotz des Rückschlags bei der offiziellen Missionsarbeit erhielten die Menschen, die sich zur Kirche bekehrt hatten, aber nicht getauft werden konnten, Kirchenliteratur und Inspiration. Oft legten sie weite Strecken zurück, um Kontakt mit der Kirche haben zu können und ihre Mitmenschen an ihrer neugewonnenen Erkenntnis und Überzeugung teilhaben zu lassen.
Am 4. März 1979 ließen sich in einem Flüßchen in der Nähe des Dorfes Ikot Eyo im Verwaltungsbezirk Cross River State Nigeria 67 Menschen taufen. Am Tag vorher hatten sich 117 Menschen taufen lassen.

Joseph W. B. Johnson aus Ghana
Ein solcher Pionier in Ghana ist auch Joseph W. B. Johnson. Bruder Johnson hat sich 1964 zur Kirche bekehrt, nachdem er gebeterfüllt das Buch Mormon gelesen hatte. Er erzählt, seine Bekehrung habe sich folgendermaßen vollzogen: „Eines Tages früh am Morgen – ich bereitete mich gerade auf mein Tagwerk vor – sah ich die Himmel offen und Engel mit Posaunen, die Gott priesen. Ich hörte dreimal meinen Namen: ,Johnson, Johnson, Johnson. Wenn du so in meinem Werk arbeitest, wie ich es dir gebieten werde, will ich dich und dein Land segnen.' Zitternd und weinend antwortete ich: ,Herr, mit deiner Hilfe werde ich alles tun, was du mir gebietest' Von da an fühlte ich mich vom Geist gedrängt, durch die Straßen zu gehen und die Botschaft zu verkünden, die wir im Buch Mormon gelesen hatten.”
Als die Missionare vierzehn Jahre später nach Afrika kamen, gab es bereits viele Bekehrte, die zwar nicht getauft waren, aber von Bruder Johnson ins Leben gerufene Versammlungen abhielten und sich mit der Kirche identifizierten. Einige wollten später allerdings nicht offiziell in die Kirche aufgenommen werden, aber die meisten ließen sich taufen. Bruder Johnson hatte die Grundlage geschaffen, auf der die Missionsarbeit mir zunehmendem Erfolg aufbauen konnte.

Anthony Obinna aus Nigeria
Zu den Evangeliumspionieren in Afrika gehört auch Anthony Obinna aus Nigeria. Er erzählt folgendes: „Gegen Ende der sechziger Jahre erschien mir eines Nachts (im Traum) ein hochgewachsener Mann, der mich in ein wunderschönes Gebäude führte und mir alle Räume zeigte.” 1970 las er dann einen Artikel in einer alten Ausgabe des Rearler's Digest, der mir „Der Marsch der Mormonen” überschrieben war. Dort war auch der Sah-Lake-Tempel abgebildet. „Das war genau das Gebäude, das ich im Traum gesehen hatte”, erzählt Bruder Obinna. Er schrieb an die Kirche und bat um Literatur.
1978 erfuhren die Obinnas von der Offenbarung bezüglich des Priestertums und schrieben an die Erste Präsidentschaft: „Wir sind sehr dankbar, daß Sie so viele Stunden im Oberen Raum des Tempels verbracht und den Herrn angefleht haben, uns in seine Herde aufzunehmen. Wir danken dem himmlischen Vater dafür, daß er Ihre und unsere Gebete erhört hat.”
Als die Missionare nach Nigeria kamen, trafen sie auf viele Menschen, die dank Bruder Obinnas Lehren und seiner Führerschaft für das Evangelium bereit waren. Das erste Gemeindehaus der Kirche wurde in Nigeria erbaut, und zwar in Aboh Mhaise in der Nähe des Hauses von Bruder Obinna.

Adjei Kwame aus Zimbabwe
Adjei Kwame kam durch geistige Eingebungen in die Kirche, die ihm zuteil wurden, als er in Zimbabwe eine Aufgabe als Lehrer übernahm. „Ich hatte schon lange nach der wahren Kirche gesucht", erzählt er, „und ich träumte auch von einem Gebäude der Kirche. Als ich durch Kwe Kwe in Zimbabwe ging, sah ich dieses Gebäude und wollte hineingehen, um festzustellen, wovon ich so oft träumte.” Als er eines Sonntags in die Kirche ging, hatte er das Gefühl, sich bei Menschen zu befinden, die er schon lange kannte und die gute Freunde waren.
Während der Versammlung gaben Mitglieder des Zweigs Kwe Kwe Zeugnis vom Evangelium. Auch Bruder Kwame ging zum Rednerpult und sagte, er glaube an Gott und wolle gern Mitglied werden. Später unterhielt er sich mit Schwester Hamstead, der Frau des Missionspräsidenten. „Ich kann gar nicht richtig erklären, was mit uns geschah, aber plötzlich wurde mir bewußt, daß ich weinte. Ich kann meine Empfindungen gar nicht in Worte fassen — ich war von allem befreit, was mich bedrückt harte. Und ich spürte, daß ich jetzt zu Hause angekommen war.”

Emmanuel Abu Kissi aus Ghana
Zu den ersten Bekehrten in Ghana gehörte Dr. Emmanuel Abu Kissi. Den größten Teil seines Lebens hatte er des Suche nach geistiger Erfüllung gewidmet. „lch hatte die Bibel mehrmals gelesen und erwartete deshalb mehr als das, was die Kirchen tatsächlich anboten. Ich empfand sie alle als leer und im Gegensatz zur christlichen Lehre. Deshalb sagte ich mir, daß es mehr geben mußte als das, was sie lehrten, aber daß ich das bisher noch nicht gefunden hatte.” Auch als Dr. Kissi sein Medizinstudium beendet hatte, las er weiter in der Bibel und sehnte sich nach einer Kirche, die seinen Vorstellungen gerecht wurde.
Dann erhielt er ein Stipendium in England. Während seines zweiten Jahres dort mußte seine Frau Elizabeth ihre Arbeit als Krankenschwester aus gesundheitlichen Gründen aufgeben und mehrere Monate zu Hause bleiben. Bruder Kissi war sehr überrascht, als sie ihn eines Tages anrief und ihm sagte, sie könne jetzt wieder arbeiten. Sie erzählte ihm, dass sie zwei jungen Männern begegnet war, di mit ihr über das Wort Gottes gesprochen hatten. Während sie gesalbt wurde, hatte sie das Gefühl, elektrischer Strom durchflutete sie vom Scheite bis zur Sohle. Als die Missionare den Segen gesprochen hatten, war sie auf der Stelle gesund.“
Dr. Kissi las das Buch Mormon, Jesus der Christus und Ein wunderbares Werk, ja, ein Wunder. Mit dem Zeugnis des Propheten Joseph Smith konnte er sich sehr gut identifizieren, denn ihm war bewußt, daß Joseph Smirh dasselbe Problem gehabt hatte, mit dem auch er sich plagte. „Die erste Vision war sehr gut für mich. Ich stellte mir vor, ich sei an seiner Stelle und durchlebe jede Einzelheit seines Erlebnisses. Es fiel mir überhaupt nicht schwer, ihn zu verstehen.”
Nach ihrer Taufe kehrten Dr. Kissi und seine Frau nach Ghana zurück, wo er in die Missionspräsidentschaft berufen wurde. Außerdem gründeten er und seine Frau das Deseret-Krankenhaus in Accra. 1992, als die ersten beiden Pfähle in Ghana gegründet wurden, wurde Bruder Kissi als Regionalrepräsentant berufen.

Priscilla Sampson-Davis aus Ghana
Priscilla Sampson-Davis lernte die Missionare 1964 kennen, als sie in Holland wohnte. Ihr Mann zwar nichts von ihnen wissen, doch Schwester Sampson-Davis hatte Interesse an ihrer Botschaft und das Buch Mormon. Als die Familie nach Ghana zurückgekehrt war, lernte sie Bruder Johnsons Gruppe kennen, die sich mit den Lehren der Kirche beschäftigte, und nahm aktiv an den Zusammenkünften teil. Vierzehn Jahre später gehörten sie und ihre Kinder zu den ersten, die sich nach der Ankunft der Missionare in Ghana taufen ließen.
Nachdem Schwester Sampson-Davis sich der Kirche angeschlossen hatte, hatte sie eines Sonntags eine Vision. Ihr war, als befände sie sich in der Ahendmahlsversammlung. Ein Mann in einem weißen Gewand stand vor dem Podium und winkte sie zu sich. „Ich trat zu ihm. Er bat mich, mich umzudrehen, die Gesichter der Anwesenden anzuschauen und festzustellen, ob der Gottesdienst ihnen Freude bereitete. Ich sah, daß manche den Kopf geneigt hatten. Er fragte mich, warum sie denn nicht mitsängen, und ich antwortete: ,Weil sie nicht zur Schule gegangen sind und kein Englisch verstehen. Und weil sie nicht mitsingen können, neigen sie den Kopf.'
Da sagte er zu mir: ,Würde es dir Freude machen, deinen Brüdern und Schwestern zu helfen, die nicht lesen und den himmlischen Vater deshalb auch nicht durch Lieder preisen können?'”
Obwohl Schwester Sampson-Davis die Sprache selbst nicht gut schreiben konnte, antwortete sie: „Ich will es versuchen.”
Dann war die Vision zu Ende, und Schwester Sampson-Davis begann sofort mit der Übersetzung des Liedes „Hoffnung Israels” in ihre Muttersprache. Anschließend übersetzte sie das Buch Mormon, das Buch ,Lehre und Bündnisse', die Köstliche Perle, das Buch „Grundsätze des Evangeliums” und verschiedene andere Veröffentlichungen der Kirche. Als es um die Genehmigung für die Übersetzung des Buches Mormon ging, geschah folgendes:
„Ich besprach die Übersetzung mit dem Missionspräsidenten, und er bat mich, weiterzumachen... .
Ich hatte ein gutes Gefühl, als ich das Buch Mormon übersetzte. Ich wußte, daß der Herr das wollte, denn wenn ich manchmal ein bestimmtes Wort oder einen bestimmten Ausdruck verwendete, war mir plötzlich, als ob jemand hinter mir stehe und sagte: ,Nein, drück das so aus' oder ,verwende dieses Wort nicht'. Ich hatte ständig ein Radiergummi bei mir, weil der Geist mich unablässig unterwies.”

Clement Niwafor aus Nigeria
Die Mitglieder in Afrika sprechen offen und begeistert über ihren neuen Glauben. Dr. Clement Nwafor beispielsweise erfuhr von Reuben Onuokoa, dem Vater eines seiner Patienten, vorn Evangelium. Dr. Nwafor ist Erster Amtsarzt für mehr als eine Million Nigerianer und ein bekannter und beliebter Bürger in Aba in Nigeria. Als Bruder Onuokoa seine Tochter zu Dr. Nwafor brachte, damit dieser sie untersuchte, erklärte er ihm, daß es ihm trotz aller Titel und seiner Stellung doch noch an etwas Wichtigem fehle, er müsse noch dem Herrn dienen, der ihn in dieses Universum gestellt habe.
Schon bald nach dieser kühnen Aussage nahm Dr. Nwafor das Evangelium an. „Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch”, sagt er, „so als ob ich von neuem geboren worden sei.” Noch nicht einmal ein halbes Jahr nach seiner Taufe wurde er als Hoher Rat berufen, als nämlich Elder Neal A. Maxwell am 15. Mai 1988 den ersten Pfahl der Kirche in Westafrika gründete, und zwar in Aba in Nigeria.

Eward Ojuka aus Uganda
Wie in den Gründungstagen der Kirche in den Vereinigten Staaten hatten auch die meisten Afrikaner, die sich in den Anfängen taufen ließen, keine solchen spektakulären geistigen Erlebnisse wie bisher berichret. Trotzdem wirkte der Geist stark auf sie ein und bereitete sie auf den Dienst im Reich des Herrn vor.
Zu diesen Menschen gehörte auch Edward Ojuka aus Uganda. Er lernte die Missionare in Perth in Australien kennen, wo er das College besuchte. Nachdem er sich vier Monate lang mit dem Evangelium beschäftigt harre, ließ er sich taufen. Aber seine Frau Grace interessierte sich nicht für das Evangelium: sie war glücklich mit ihrer alten Kirche. „Ich habe auch keinen Druck auf sie ausgeübt”, erklärt Bruder Ojuka, „denn ich wußte genau, daß sie das Evangelium eines Tages verstehen würde.”
Als Bruder Ojuka 1987 sein Studium abgeschlossen hatte, kehrte er nach Uganda zurück. Später beschloß er, an der Brigham-Young-Universität den Doktortitel zu erwerben. Durch „eine Kette von Wundern” erhielt er die dazu notwendigen Stipendien, und 1988 zogen er, seine Frau und ihre drei Kinder nach Provo. Drei Monate .später ließ Grace sich taufen, und ein Jahr darauf wurde die ganze Familie im Tempel gesiegelt.
„Der Einfluß der Kirche beruht darauf, daß sie die Wahrheit verkündet”, sagt Bruder Ojuka. „Mein größter Wunsch ist es zu dienen. Wenn ich mein weltliches Wissen und meine Ausbildung und meine Erkenntnis vorn Evangelium einsetzen kann, um anderen Menschen zu helfen, dann ist mein größter Wunsch erfüllt.

Robert Israel Muhile aus Tansania
Wer sich irgendwo mit als erster der Kirche anschließt, wird häufig von seinen Freunden und seinen Angehörigen gemieden und manchmal verliert er sogar den Kontakt zur Kirche. Aber der Heilige Geist ist dennoch bei ihm.
Zu den ersten Mitgliedern in Tansania gehörte Robert Israel Muhile. Die erste Versammlung der Kirche besuchte er in Ägypten, wo er studierte und arbeitete. Dort kam er mit einem Missionars-Ehepaar in Kontakt, das ihn im Evangelium unterwies und ihn taufte. Im Mai 1991 wurde Bruder Muhile zum Ältesten ordiniert. Anschließend wollte er das Evangelium seiner Familie in Tansania bringen, aber als er in sein Heimatdorf zurückkam, das etwa 1500 Kilometer und drei Tagesreisen mit dem Bus von Dar es Salaam, der Hauptstadt Tansanias, entfernt ist, mußte er leider feststellen, daß er keinen Erfolg damit hatte.
Sechs Monate später reiste Bruder Muhile nach Nairobi in Kenia und hat den Missionspräsidenten um die Erlaubnis, sich selbst das Abendmahl erteilen zu dürfen. „Ich weiß ja sehr gut, wie wichtig Brot und Wasser sind, und ich habe mich geistig nicht sehr wohl gefühlt.” Zu Hause lud er seine Familie weiterhin zum Gottesdienst ein, aber sie lehnten seine Einladung immer wieder ab. So führte er den Gottesdienst ehen für sich selbst durch. Er erzählt dazu:
„Ich nahm Wasser und Brot und noch mehr Wasser, um mir die Hände zu waschen, und ein kleines Handtuch. Dann sang ich laut ein Lied: ich hatte ja mein Gesangbuch. Danach sprach ich das Anfangsgebet. Und weil ich allein war, gab es auch nichts bekanntzugeben. Deshalb sang ich das Abendmahlslied und bereitete das Abendmahl vor. Anschließend kniete ich mich nieder, sprach die Abendmahlsgebete und nahm das Abendmahl. Dann deckte ich Brot und Wasser wieder zu, wie es bei uns Sitte ist. Daraufhin hielt ich eine Ansprache – ich gab Zeugnis. Danach sang ich ein Lied wie in der Sonntagsschule und las im Buch ,Grundsätze des Evangeliums'. Ich schloß mit einem Gebet, und ,besuchte` dann die Priestertumsversammlung. Nach dem Lied sprach ich ein Gebet und las im Priestertumsleitfaden die Lektion, die ich für den Tag ausgewählt hatte. Danach sang ich wieder ein Lied und sprach anschließend das Schlußgebet. `
Nach zwei Monaten zu Hause erhielt Robert Muhile einen Brief von Lervae und Joyce Cahoon, den ersten Missionaren in Tansania. Sie baten ihn, für sie zu übersetzen. Er nahm diese Aufgabe an und reiste zu ihnen nach Dar es Salaam. Dort lernte er Joy Nassiuma aus Nairobi kennen. Im Juli 1993 ließen sich die beiden im Johannesburg-Tempel siegeln.

Benson und Nickson Kasue aus Kenia
Zu den ersten Mitgliedern in Kenia gehörten Benson und Nickson Kasue. Als Benson Kasue etwa achtzehn Jahre alt war, lernte er das Evangelium kennen, und zwar durch Dennis Childs und seine Familie, die aus den Vereinigten Staaten nach Kenia gekommen waren. Bruder Childs war Tierarzt und arbeitete an einem Forschungsprojekt in Kenia mit. Er stellte Benson ein. Zwischen den beiden entwickelte sich eine enge Freundschaft, und Benson Kasue begann, sich für die Kirche zu interessieren. Außerdem erzählte er seinem Bruder vom Evangelium. Als die ersten Missionare nach Kenia kamen, ließen sich die beiden Brüder im Evangelium unterweisen und wollten sich gerne taufen lassen. Aber „es sah so aus, als ob das niemals geschehen konnte, denn die Kirche wurde in Kenia ja nicht anerkannt. Ich wartete vier Jahre und tat alles in meiner Macht Stehende, aber trotzdem konnte ich mich nicht taufen lassen. Ich sagte mir: Vielleicht will Gott dich nur prüfen. Deshalb betete und fastete und fastete und betete ich.”
Weil die Kirche nicht offiziell anerkannt wurde, mußte vor jeder Taufe eine Sondergenehmigung der Regierung eingeholt werden. 1985 wurde die Genehmigung erteilt, Taufen in Privathäusern durchzuführen, und die beiden Brüder konnten sich endlich taufen lassen. 1986 gingen Benson und Nickson Kasue als erste Vollzeitmissionare aus Kenia auf Mission – Benson *nach Kalifornien und Nickson nach Washington D.C.

Die Mitglieder in Chyulu
Nach ihrer Mission heirateten beide Brüder im Tempel und verkündeten auch weiterhin das Evangelium. So kam auch ihr älterer Bruder Julius mit der Kirche in Kontakt. Nachdem Julius sich vier Jahre mit der Kirche beschäftigt hatte, ließ er sich taufen und zog zurück in sein Heimatdorf Chyulu – etwa 250 Kilometer südöstlich von Nairobi auf dem Land gelegen. Julius und seine Frau Sabina wurden zum Mittelpunkt des dortigen Zweiges. Die Erlebnisse der Mitglieder in Chyulu stehen stellvertretend für den Glauben aller, die an den Versammlungen teilnahmen, die nach und nach überall in Afrika stattfanden.
Um überhaupt einen Gottesdienst durchführen zu können, errichteten die Mitglieder in Chyulu eine kleine Laube, in der etwa vierzig Personen Platz hatten. Die Wände bestanden aus ineinander verwobenen Zweigen, und das Dach aus Wellblech und Palmwedeln. Jeden Sonntagmorgen waren die Kinder damit beschäftigt, die Laube mit Ästen sauberzufegen.
Wegen der abgeschiedenen Lage und der primitiven Verhältnisse in Chyulu mußten für eine Taufe besondere Vorkehrungen getroffen werden. Als Taufbecken diente ein aus Nairobi herbeigeschaffter Wassertank. Es dauerte jedesmal fünf Stunden, bis genügend Wasser aus dem Brunnen gepumpt und zum Taufbecken getragen worden war. Dann stellten sich zehn Erwachsene in das Becken, damit der Wasserspiegel soweit angehoben wurde, daß ein Mensch untergetaucht werden konnte. Vor der ersten Taufzeremonie waren vierzig Personen im Evangelium unterwiesen worden. Als sie getauft und konfirmiert worden waren, hatte sich die Mitgliederzahl des Zweiges dadurch fast verdoppelt. Im August 1993 gab es zwei Zweige in Chyulu und insgesamt 350 Mitglieder.
1992 brachte eine schwere Dürre den Menschen im Gebiet um Chyulu fast den Hungertod. Auf Weisung des Missionspräsidenten Larry Brown und des Zweigpräsidenten von Chyulu, Julius Kasue, wurden für die hungernden Mitglieder anderthalb Tonnen Mais und Bohnen besorgt. Ted McNeill und seine Frau – ein Missionars-Ehepaar – unternahmen die beschwerliche Fahrt von Nairobi nach Chyulu, um die Lebensmittel abzuliefern. Bruder McNeill erinnert sich:
„Acht Frauen rollten dicke Lavasteine vor den Lastwagen und schufen so eine Straße. Ich hatte noch nie so schwerarbeitende Frauen gesehen! Mein ganzes Leben lang war ich im Baugewerbe tätig, und so ein Team hätte ich damals auch gerne einmal gehabt.”
Als der Lastwagen mit seinen siebzehn Säcken voller Lebensmittel schließlich in Chyulu ankam, war die Freude riesengroß. Präsident Kasue und seine Frau kochten die ganze Nacht lang Hafersuppe und brachten sie den vielen hungernden Mitgliedern, die schon zu schwach waren, um aufstehen zu können. Präsident Kasue besuchte jede einzelne Familie, um festzustellen, was sie brauchte.
Damit die Mitglieder auf zukünftige Dürrekatastrophen besser vorbereitet waren, führte man ein Programm zum Anbau von trockenheitsbeständigem Getreide ein. Aber selbst trockenheitsbeständiges Getreide braucht etwas Feuchtigkeit, und in Chyulu hatte es seit fast zwei Jahren nicht mehr geregnet. Deshalb pflanzten am 21. Oktober 1992 vierzig Mitglieder und sechzig Nicht-Mitglieder Getreide und hielten ein besonderes Fasten, während dessen sie den Herrn baten, Regen zu senden. Der Film „Des Himmels Fenster” wurde an einem der wenigen öffentlichen Plätze gezeigt, wo es Strom gab. Und dann dauerte es noch nicht einmal eine Woche, bis es zu regnen begann. Das Getreide wuchs, und damit auch der Glaube. Die Ernte war überreich.

Alle sind vor Gott gleich

Wie zu Beginn der Wiederherstellung in den Staaten ist die Kirche auch in Afrika sehr schnell gewachsen. Wer sich bekehrt hatte, erzählte anderen vom Evangelium und bemühte sich, alle Schwierigkeiten zu bewältigen. Fünfzehn Jahre nach der Offenbarung bezüglich des Priestertums nimmt die Mitgliederzahl in Afrika genauso schnell zu wie in den Anfangsjahren der Kirche in den Vereinigten Staaten. Es ist wirklich wahr, der Herr „lädt sie alle ein, zu ihm zu kommen und an seiner Güte teilzuhaben; und er weist niemanden ab, der zu ihm kommt – schwarz oder weiß, geknechtet oder frei, männlich oder weiblich; und er gedenkt der Heiden; und alle sind vor Gott gleich” (2. Nephi 26:33).
Es ist offensichtlich, daß der Herr die Menschen in Afrika liebt und sie gerne für ihre Geduld segnen möchte. Die Kirche übt großen Einfluß auf die Menschen aus, und diese wiederum üben großen Einfluß auf die Kirche aus, und das wird auch in Zukunft so sein.
E. Dale LeBaron: außerordentlicher Professor für Geschichte und Lehre der Kirche an der Brigham-Young-Universität, Mai 1994

Der Anbruch eines neuen Tages in Afrika
Elder Alexander B. Morrison vom Ersten Kollegium der Siebzig, (Januar 1988)
„Daß das Licht des Evangeliums jetzt auch in Afrika erstrahlt ist ein erhabenes Zeugnis dafür, daß Gott alle seine Kinder liebt.”
Die Propheten verkünden, was die heiligen Schriften bestätigen, nämlich daß alle Menschen, wenn sie wirklich glücklich werden wollen, zu Christus kommen und in ihm vollkommen werden müssen (siehe Moroni 10:32). Und dazu ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage da, nämlich alle Kinder Gottes einzuladen, anzuspornen und ihnen zu helfen, zu Christus zu kommen und „jede gute Gabe festzuhalten” (Moroni 10:30), damit sie Vergebung für ihre Sünden empfangen und vom Heiligen Geist erfüllt werden können, damit sie dem Volk des Herrn zugezählt werden können, das vom Haus Israel ist (siehe 3 Nephi 30:2).

Zu diesem Zweck missionieren wir, denn hier wird deutlich, warum der auferstandene Herr seinen erwählten Aposteln sagte: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.” (Apostelgeschichte 1:8.)
An diesen Satz „bis an die Grenze der Erde”, mußte ich vor ein paar Wochen immer wieder denken, als ich Elder Marvin J. Ashton vom Rat der Zwölf in ein großes, grünes Land begleiten durfte, das ich von Herzen liebe, nämlich den afrikanischen Kontinent. Mit der Vollmacht des heiligen Apostelamts weihte Elder Ashton die beiden westafrikanischen Länder Liberia und Elfenbeinküste sowie das zentralafrikanische Land Zaire für das Werk des Herrn und die Verkündigung der Fülle des Evangeliums Jesu Christi. Diese Länder kommen jetzt zu den anderen Ländern im sogenannten „Schwarzafrika” hinzu, in denen das große Werk, nämlich Menschen zu Christus zu bringen, bereits begonnen hat. Die Zeit der Ernte ist gekommen. Wir erleben den Anbruch eines neuen Tages, den Beginn eines neuen Zeitalters in Afrika.
In seinem Lied von der Wiederherstellung hat Parley P. Pratt, ein Apostel aus der Anfangszeit der Kirche, mit dichterischer Begeisterung seine herrliche Vision dieses erhabenen Werks der Letzten Tage dargestellt:

Der Morgen naht, die Schatten fliehn.
Da! Zions Banner ist erhellt.
Des neuen Tages Strahlen ziehn
herauf jetzt über alle Welt.

Wie sehr diese Worte doch für Afrika gelten! Das Licht der Fülle des Evangeliums Jesu Christi erstrahlt wie ein Licht von überirdischer Helligkeit und funkelnder Schönheit in seiner Erhabenheit über diesen Ländern und Völkern. Es vertreibt die spirituelle Finsternis und die Schatten von Irrtum und Aberglauben, die lange über dem ,, dunklen Kontinent" gelegen haben. Es kommt zu Menschen, die bereit sind – bereitgemacht durch den Geist Gottes. Almas Worte, in einem anderen Zusammenhang gesprochen, kommen mir in den Sinn:
„Der Herr goß seinen Geist über das ganze Land aus, um den Sinn der Menschenkinder vorzubereiten, nämlich ihnen das Herz vorzubereiten, daß sie das Wort annähmen, das ... unter ihnen gelehrt werden würde –
damit sie nicht gegen das Wort verstockt sein würden, damit sie nicht ungläubig seien und der Vernichtung anheimfielen, sondern daß sie das Wort mit Freude annähmen und wie ein Zweig in den wahren Weinstock eingepfropft würden, damit sie in die Ruhe des Herrn, ihres Gottes, eingehen könnten.” (Alma 16:16,17.)
Unsere schwarzen Brüder und Schwestern in Afrika nehmen das Wort wahrhaftig mit Freude an. Sie lernen eifrig und verstehen schnell, sind aufmerksam und empfänglich, spirituell empfindsam, durstig nach dem lebendigen Wasser und hungrig nach dem Brot des Lebens und haben sich lange auf diese Zeit vorbereitet. Wenn der Preis für geistige Gesinnung Leid und Bedrängnis, Mühe und Kummer ist, dann sind unsere demütigen afrikanischen Brüder und Schwestern gut darauf vorbereitet, die Fülle des Evangeliums Christi zu empfangen und zu befolgen. Die meisten Afrikaner sind sehr arm; Hungersnot und Seuchen suchen sie ständig heim. Bildungsmöglichkeiten und Arbeit sind spärlich verteilt.
Trotzdem sind es fröhliche Menschen, großzügig und liebevoll, lerneifrig und begierig, die Gebote Christi zu befolgen. Sie wissen genau, wie wichtig die Familie ist. Wenn einer arbeitet, hat ein Dutzend Menschen zu essen. Viele Menschen in den Ländern, die technologisch weiter entwickelt sind, haben vergessen, was der einfachste afrikanische Bauer sehr wohl weiß: die Familie ist der Grundbaustein, auf dem eine Gesellschaft errichtet sein muß, wenn sie Bestand haben soll.
Wir Heiligen der Letzten Tage sind mit Recht stolz auf das, was uns die Pioniere hinterlassen haben – die beherzten, mutigen Pioniere, die unter großer Mühsal und unsäglichen Opfern die Grundlage für das weitere Wachstum der Kirche gelegt haben. Wir können uns glücklich schätzen, daß der Pioniergeist auch heute noch lebendig ist! Überall in Afrika gibt es treue Mitglieder der Kirche aus anderen Ländern, die dort leben und arbeiten, gläubige Heilige der Letzten Tage sind und sich dementsprechend verhalten. Sie stammen aus vielen Ländern.
Ich erkläre, daß sie nicht zufällig dort sind. Im Rahmen des erhabenen Entwicklungsplans, den Gott aufgestellt hat, sind sie durch die Vorsehung in die Grenzgebiete der Kirche gelangt, um als „Pfleger” und „Ammen” zu dienen (siehe 1. Nephi 21:23) — als Brennpunkte der Stärke, um die herum die Kirche wachsen kann. Sie sind die richtigen Menschen am richtigen Ort und zur richtigen Zeit. Sie erfüllen eine Mission der Liebe und des Dienens.
In zunehmendem Maße gesellen sich großartige Missionare zu ihnen, viele davon Ehepaare im Ruhestand aus Nordamerika und Europa, reich an Erfahrung in der Kirche und eifrig darauf bedacht, voll Abenteuergeist und Opferbereitschaft zu dienen. Wir brauchen in Afrika noch viel mehr Missionarsehepaare. Der Lohn für ihren Dienst ist unermeßlich und ewig.
Daß das Licht des Evangeliums jetzt auch in Afrika erstrahlt, ist ein erhabenes Zeugnis dafür, daß Gott alle seine Kinder liebt. Um es mit dem nephitischen Propheten Ammon zu sagen: „Wir sehen also, meine Brüder, daß Gott aller Völker gedenkt, in welchem Land auch immer sie sein mögen; ja, er zählt sein Volk, und sein herzliches Erbarmen ist über der ganzen Erde.” (Alma 26:37.)
Durch das Zeugnis des Petrus wissen wir, „daß Gott nicht auf die Person sieht, sondern daß ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist” (Apostelgeschichte 10:34,35).
Nephi bezeugt: „Der Herr achtet alles Fleisch gleich; und wer rechtschaffen ist, findet Gunst vor Gott.” (1. Nephi 17:35.) „Denn er tut unter den Menschenkindern das, was gut ist; und er tut nichts, was nicht klar ist für die Menschenkinder; und er lädt sie alle ein, zu ihm zu kommen und an seiner Güte teilzuhaben; und er weist niemanden ab, der zu ihm kommt — schwarz oder weiß, geknechtet oder frei, männlich oder weiblich; . . . und alle sind vor Gott gleich.” (2. Nephi 26:33.)
„Er sammelt seine Kinder von den vier Enden der Erde; und er zählt seine Schafe, und sie kennen ihn; und wird eine Herde sein und e i n Hirte; und er wird seine Schafe weiden, und in ihm werden sie ihren Weidegrund finden.” (1. Nephi 22:25.)
Die Sammlung der Kinder Gottes in Afrika beginnt gerade erst. Um es mit dem Propheten Joseph Smith zu sagen: „Gottes Wahrheit wird kühn, edel und unabhängig vorwärtsschreiten, bis sie ... durch jedes Land gezogen und in jedes Ohr geklungen ist, bis die Absichten Gottes erfüllt sind und der große Jahwe sagen wird: das Werk ist vollbracht.” (History of the Church, 4:540.) Das bezeuge ich demütig im heiligen Namen Jesu Christi. Amen.

10:42 - 27.04.2008


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