Mormonen - Das Evangelium in aller Welt

Dominikanische Republik

Die Mitglieder in der Dominikanischsen Republik
Das gewlaltige Wachstum der Kirche in der Dominikanischen Republik bringt sowohl Segnungen als auch Schwierigkeiten mit sich. Die Mitglieder und die Führer auf dieser karibischen Insel blicken optimistisch in die Zukunft.

Wenn man vor zehn Jahren in der Dominikanischen Republik auf der Straße jemanden nach der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gefragt hätte, wäre man wahrscheinlich nur verständnislos angeschaut worden. Das kleine Land, das sich mit Haiti die Insel Hispaniola teilt, liegt nur 900 Kilometer südöstlich von Florida, aber bis 1978 kannten die Einwohner die Kirche nur von den Werbespots im Fernsehen – Werbespots einer Kirche, die keiner kannte.
Jetzt (1991) gibt es dort drei Pfähle, zwei Missionen, sechs Distrikte und über siebzig Gemeinden und Zweige, und praktisch jeder kennt die Heiligen der Letzten Tage. 1978 gab es sechs Mitglieder, heute sind es über 25.000. Von der Hauptstadt Santo Domingo bis zu den kleinen Städten am Meer gibt es überall Heilige der Letzten Tage – in jeder Gesellschaftsklasse und in allen möglichen Berufen.
Dieses eindrucksvolle Wachstum begann im Sommer 1978, als zwei HLT-Familien, die eine US-Amerikaner und die andere Bürger der Dominikanischen Republik, von den Vereinigten Staaten nach Santo Domingo zogen. Die Familien begannen von der Kirche zu erzählen, die keiner kannte, und bald ließen mehrere Familien sich taufen.
Im November kamen Missionare. Und am 7. Dezember weihte Elder M. Russell Ballard das Land für die Missionsarbeit – alles 1978, in dem Jahr, in dem Präsident Kimball die Offenbarung verkündet hatte, laut der alle würdigen männlichen Mitglieder der Kirche das Priestertum tragen können. In diesem Land, wo die wachsenden Mitgliederzahlen und Menschen spanischer, afrikanischer und anderer Herkunft ein genauso rasches Anwachsen der Zahl der Priestertumsträger erforderlich machen, fällt es leicht, mit den Bewohnern zu sagen: „Unsere Zeit ist gekommen.”
Wie die Mitglieder in aller Welt haben die Menschen in der Dominikanischen Republik Freude an den Programmen der Kirche für die Familie und die Jugendlichen. Aber wie die anderen Mitglieder ringen auch sie mit Aufgaben und Bestrebungen, die ihnen alles abverlangen. Sie wollen in der Kirche Einigkeit haben und die Kluft zwischen den verschiedenen Gesellschaftsklassen überbrücken. Die Kirche breitet sich dort rapide aus, und sie wollen die Jugendlichen darauf vorbereiten, einmal selbst Führungsaufgaben zu übernehmen. Sie wollen ihre Familie ernähren. Und sie wollen den Frauen helfen, mit den Herausforderungen fertig zu werden, die sich allen Frauen in der heutigen Welt stellen.
Wenn man diese Menschen fragt, wie sie das schaffen, stellt man fest, daß sie etliche gute Ideen haben. Manche Herausforderungen sind schwerer zu bewältigen als andere. Auf manche – wie die täglich wiederkehrenden Stromausfälle, die Abendversammlungen und Aktivitäten plötzlich beenden können – haben sie keinen Einfluß. Aber weil sie zusammenhalten, schaut jeder hoffnungsvoll in die Zukunft, der eine so verheißungsvolle Vergangenheit vorausging.

Alle zusammen
Bei seinem ersten Besuch der Kirche fiel Ramon Abreu aus Santo Domingo auf, daß „es sich nicht um eine Kirche handelte, in der die Reichen auf der einen Seite sitzen und die Armen auf der anderen Seite”, wie er es in den anderen Kirchen erlebt hatte. „Alle saßen zusammen, so wie ich mir die Kirche des Herrn immer vorgestellt hatte.”
Die Einigkeit und Wärme, die die Abendmahlsversammlungen, die Gemeindefeiern und auch die kleinen Führerschaftsversammlungen in der Dominikanischen Republik erfüllen, bezeugen, daß die Mitglieder sehr darum bemüht sind, „sich im Herzen in Einigkeit und gegenseitiger Liebe” zu verbinden (siehe Mosia 18:21). Man sieht es, wenn sich die Mitglieder nach den Versammlungen herzlich umarmen, wenn bei den Distrikts-Tanzveranstaltungen alle Hand in Hand miteinander tanzen und wirklich gern beisammen sind, und wenn begeistert Absprachen für Heimlehr- und Besuchslehrbesuche getroffen werden.
Aber die Einigkeit zwischen den Mitgliedern ist nicht nur auf die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen in diesem Land zurückzuführen. Führer und Mitglieder bemühen sich gemeinsam sehr darum, die Nähe und Zusammenarbeit zu fördern, was manchmal gar nicht leicht ist, weil in der Kirche Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammenkommen. Die Menschen, die sonst aus gesellschaftlichen, geographischen und sogar religiösen Gründen niemals zusammengekommen wären, brauchen inspirierte Führer, und das sind solche Menschen wie der Distriktspräsident von Santiago, Ramon Lantigua, und seine Frau Victoria auch.
„Über das Problem der Klassenunterschiede habe ich schon viel gebetet”, sagt Bruder Lantigua. Ihm war aufgefallen, daß bei den Versammlungen der Kirche die Frauen aus einer höheren Gesellschaftsschicht einander umarmten, während sie die anderen Schwestern nur pflichtschuldig begrüßten. „Würde der Herr das tun, wenn er hier wäre – nur die Höhergestellten anlächeln?” fragte Bruder Lantigua. Seiner Frau gefiel es nicht, daß manchmal Geschenke ausgetauscht wurden, die die Wohlhabenden leicht bezahlen konnten. „Aber die ärmeren Mitglieder müssen sparen und sparen, um sich auch nur das kleinste Geschenk leisten zu können.”
Victoria Lantigua ist jetzt Zweig-FHV-Leiterin und plant solche Aktivitäten, bei denen die Klassenunterschiede nicht so sehr hervortreten und bei denen jede Frau ihre Talente entfalten kann. Präsident Lantigua hält die Führer dazu an, mit gutem Beispiel voranzugehen und jeden „gleich und als Kind Gottes zu behandeln. Schließlich folgen die Mitglieder ja dem Beispiel ihrer Führer.”
Und was wird damit erreicht? Ein Gemeinschaftsgefühl, das den neuen und den alten Mitgliedern sowie den Nichtmitgliedern das Gefühl vermittelt, daß sie wirklich willkommen sind. Als Cesar und Lillian Lozano sich 1989 taufen ließen – sie hatten vorher in den Vereinigten Staaten, Spanien und Puerto Rico gelebt hatten, wurden sie von den Mitgliedern in der Dominikanischen Republik so herzlich empfangen, daß sie heute sagen: „Wir wußten, dies mußte Gottes Kirche sein. Die Menschen waren so gut zueinander.”

Die Jugendlichen führen
Bei jeder Aktivität für die JM und die JD sind die Führer da – nicht bloß die Führer der Jugendlichen, sondern Bischof, Pfahlpräsident, Ratgeber, FHV-Führungsbeamtinnen. Wenn die Jugendlichen in Santiago bei einer Distriktsaktivität den Merengue tanzen, sitzt die Distriktspräsidentschaft vielleicht gerade am Mischpult oder tanzt mit. Nach dem Seminarunterricht am Freitag bereitet ein Zweigpräsident für die Schüler das Frühstück zu.
„Unsere Jugendlichen stehen vor den gleichen Versuchungen wie die Jugendlichen in aller Welt”, sagt Maria Pea de Diaz, Pfahl-JD-Leiterin in Santo Domingo. „Radio, Fernsehen, Kino – alles sagt ihnen, daß sie nicht keusch zu bleiben brauchen.” Den Führern macht es auch zu schaffen, daß das Zusammenleben ohne Trauschein von Staats wegen akzeptiert wird und daß es unter den Jugendlichen allgemein üblich ist, in Gesellschaft Alkohol zu trinken. „Es ist sehr schwer, den Jugendlichen die Tempelehe nahezubringen”, sagte die Erste Ratgeberin von Schwester Diaz, Martha Polanco, „wenn sie schon die Ehe selbst gar nicht so wichtig finden.”
Die Lösung, darüber sind sich die Führer einig, liegt darin, den Jugendlichen viel Zeit zu widmen und ihnen zu helfen, daß sie geistig wachsen. „Wir bemühen uns sehr darum, daß die Mädchen geistige Erlebnisse haben”, sagt Maria Diaz. Sie erzählt, daß die Mädchen in ihrem Pfahl einmal für ein Mädchen gefastet haben, das Krebs hatte. Als es dem Mädchen besserging, „wurde es bei der JD-Geburtstagsfeier geehrt”, erzählt Schwester Diaz. „Es war für die Mädchen ein bewegendes Erlebnis, und es hat sie dem himmlischen Vater nähergebracht.”
JM-Leiter Agustin Flete denkt genauso. „Die Jugendlichen können die Dinge der Welt nur dann meiden, wenn sie den Geist mit sich haben”, meint er. Deshalb betont er immer wieder, wie wichtig es ist, das Priestertum zu ehren, und er plant Dienstprojekte für die Jungen. Ana Mercedes Torres, Distrikts-JD-Leiterin in Santiago, spricht mit den Mädchen offen über die Versuchungen, die sie bedrängen, und betet oft für die ihr anvertrauten Mädchen.
Die Jugendlichen in der Dominikanischen Republik lassen sich von ihren inspirierten Führern mitreißen. Sie stellen dreißig bis vierzig Prozent der Missionare in beiden Missionen im Land. Sie haben schon mit achtzehn, neunzehn Jahren verantwortliche Berufungen in Pfahl und Gemeinde. Und sie richten ihre Ziele nach dem Evangelium aus. Ricardo Beato, neunzehn, ist ein typisches Beispiel dafür. Er ist Erster Ratgeber im Zweig La Vega in der Mission Santiago, Lehrer der Untersucherklasse und Leiter des Zweig-Theater-Komitees, und seine Ziele haben sich geändert, seit er Mitglied der Kirche ist.
„Bevor ich Mitglied der Kirche war”, sagt er, „hatte ich die gleichen Ziele wie viele andere Jugendliche hier: ich wollte materielle Dinge. Ich wollte nach New York gehen und reich werden.” Jetzt will er auf Mission gehen, studieren und eine glückliche Familie haben.
Jorge Dominguez ist mit dreiundzwanzig Jahren bereits Distriktspräsident in Santiago. Nachdem er sich mit vierzehn Jahren der Kirche angeschlossen hatte, machte er den Seminarabschluß und ging auf Mission. Jetzt studiert er an der Pontificia Universidad Madre y Maestra, wo sein Anthropologieprofessor ihn vor dreihundert Studenten einmal gefragt hat: „Warum sind Sie Mormone?” Ein Student ließ sich anschließend taufen.
„Das sind ganz besondere, begeisterte junge Menschen”, sagt Martha Polanco. „Viele haben keine Angehörigen in der Kirche, und doch tun sie alles, um die Versammlungen zu besuchen und Verantwortung zu übernehmen.” Und viele der Führer sind mit Agustin Flete der Meinung: „Man verbringt seine Zeit mit den Jugendlichen, und dann wissen sie auch, daß man sie liebt.”

Schwierigkeiten bewältigen
Wie die Führer der Kirche in aller Welt bemühen sich auch die Führer in der Dominikanischen Republik darum, den Armen und Bedürftigen zu helfen. Die Mitglieder arbeiten zusammen, ob als Heimlehrer oder einfach als Freunde im Evangelium, wenn es darum geht, zu ermitteln, was ihre Brüder und Schwestern, denen es nicht so gut geht, brauchen. Als zum Beispiel das Kind eines Bruders krank wurde, konnte er zwar den Arzt bezahlen, nicht aber die Medikamente. Da kauften mehrere Mitglieder der Gemeinde die nötigen Tabletten.
Als Ana Mercedes Torres von einer Reise zum Guatemala-City-Tempel zurückkehrte, brannte ihr Haus ab. „Die Mitglieder halfen mir mit Kleidung, mit allem aus”, sagt sie. „Sie waren noch am selben Abend da und helfen mir immer noch.”
Für manche Mitglieder wird der Zehnte aufgrund ihrer wirtschaftlichen Schwierigkeiten zur Glaubensprüfung. Aber die Mitglieder, die diese Prüfung bestanden haben, erzählen den anderen von ihren Erfahrungen und vermitteln Ansporn und Hoffnung. „Als ich mich der Kirche angeschlossen habe”, sagt ein Kirchenführer in Santo Domingo, „habe ich nach allen Geboten gelebt, außer dem Zehnten, aber eines Tages wurde mir bewußt, daß ich die Gebote deshalb befolge, weil ich das will und weil ich weiß, daß der Herr uns hilft.” Seitdem zahlt er den vollen Zehnten. „Ich habe so viele Segnungen erhalten, an die ich gar nicht gedacht hatte. Jetzt kann ich von guten Erfahrungen mit dem Zehnten berichten!”
Die finanziellen Probleme machen es manchen Familien auch schwer, in den Tempel zu gehen. Mehrere Familien haben zwar schon einen Tempel in den Vereinigten Staaten besucht, aber am einfachsten ist es, zum Guatemala-City-Tempel zu fahren. Allerdings müssen sie auch für die Reise nach Guatemala monatelang und manchmal jahrelang sparen.
„Die Inflation in unserem Land macht das Sparen extrem schwierig”, sagt Fausto Ventura, Erster Ratgeber in der Mission Santo Domingo. „Ich konnte es mir leisten, mit meiner Familie zu einem Tempel in den USA zu fahren, aber der durchschnittlichen Familie hier ist das unmöglich.”
Zwar konnten bisher nur fünf Prozent der Familien in der Kirche in den Tempel gehen, aber die Mitglieder bereiten sich auf die Siegelung vor. Die Eltern denken an die Ewigkeit; sie nehmen an Tempelseminaren teil und hoffen darauf, daß sie eines Tages selbst einen Tempel haben werden.

Die Frauen
„Es ist ein Glück für die Frauen in diesem Land”, sagt Aida Muoz aus Santiago, „daß die Kirche allen hilft.” Sie meint die Frauen, die den Lebensunterhalt für ihre Familie mitverdienen, Frauen, die zu Hause bleiben können, verheiratete Frauen, alleinstehende Frauen und Frauen, die die moralische Unterstützung der FHV brauchen.
Für die Armen, zu denen auch alleinstehende Frauen und Mütter gehören, sind die Bildungsangebote der FHV eine unschätzbare Hilfe. Die Arbeitsstunde, in der darüber gesprochen wird, wie man mit wenig Geld nahrhafte Mahlzeiten zusammenstellt, wie man sein Geld richtig einteilt und wie man seine Kinder zu Verantwortungsbewußtsein erzieht, sind oft die einzige Anlaufstelle, bei der die Frauen Hilfe und Rat erhalten. „Dank der Arbeitsstunde“, sagt Miledy Dilone, „Kann ich jetzt sogar noch Geld dazuverdienen, weil ich dort alles mögliche anzufertigen gelernt habe.“ Noch wichtiger sind aber die Freundschaft und die geistige Unterstützung, die die FHV Frauen wie Leonarda Pérez de Belvis anbietet, die tagsüber als Dienstmädchen arbeitet und sich abends um ihre Kinder kümmert und manchmal recht entmutigt ist. „Es fällt mir schwer, mich nicht geistig fallenzulassen”, sagt sie, „aber die Schwestern in der Gemeinde bringen mir viel Liebe entgegen. Wenn es einer Schwester nicht gutgeht, beten wir für sie. Wo sonst kann man solche Liebe und Unterstützung finden?”
Viele alleinstehende Schwestern in der Dominikanischen Republik haben in ihrer Gemeinde ein verantwortliches Amt inne. Ana Mercedes Torres sagt zu ihrer Berufung als Distrikts-JD-Leiterin in Santiago: „Sie füllt mein Leben aus. Die Jugendlichen im Distrikt sind meine Familie geworden. Sie geben mir die Hoffnung, daß meine Kinder eines Tages auch in die Kirche kommen werden.”
Rita Viviana de Cruz steht stellvertretend für viele andere Frauen in der Dominikanischen Republik. Ihr Mann Domingo ist medizinischer Techniker und Präsident des Zweiges Villa Olga. Sein Verdienst reicht für die sechsköpfige Familie aus. Sie arbeitet zwar immer noch ganztags als Sekretärin bei einem Rechtsanwalt, aber sie und Domingo haben beschlossen, daß sie bald zu Hause bleiben wird. „Über so etwas hatte ich gar nicht nachgedacht, ehe ich mich der Kirche anschloß”, sagt sie. „Es war keine leichte Entscheidung, aber wir glauben an das, was die Kirche uns lehrt.” Inzwischen hat sie die Erfahrung gemacht, daß die hausfraulichen Fertigkeiten, die sie in der FHV gelernt hat, ihr viel Zeit sparen helfen. „Ich weiß gar nicht mehr, wie ich vorher zurechtgekommen bin”, sagt sie.

Vorbereitung auf die Zukunft
Als Hector Antonio und Benita Liberato sich 1983 der Kirche anschlossen, erklärten ihnen ihre Freunde, sie seien verrückt, in eine Kirche einzutreten, von der noch nie jemand etwas gehört habe. Jetzt, so sagt Hector, „sind viele von ihnen Mitglied, und einer ist mit mir im Hohenrat!” Renita t.iberato blickt auf das Wachstum der Kirche in der Dominikanischen Republik zurück, wie sie es miterlebt hat, und meint in bezug auf ihre Berufung als Pfahl-PV-Leiterin: „Ich führe die zweite Generation von Mitgliedern, die den größten Teil ihres Lebens in der Kirche verbracht haben – eine hochwichtige Aufgabe.
Mitglieder wie Felix und Lubian Sequi tun viel für das Ansehen der Kirche, indem sie sowohl dem Gemeinwesen als auch den Mitgliedern dienen. Lubian Sequi betreibt in Santo Domingo ein Waisenhaus für behinderte Kinder und unterhält außerdem eine kleine Schule für solche Kinder, die sonst gar nicht zur Schule gehen könnten (siehe „Eine Heilige der Letzten Tage: Lubian Sequi”, Der Stern, Februar 1988, Seite 35-37). Felix Sequi, CES-Koordinator für Santo Domingo, hat miterlebt, wie aus den sechzig Teilnehmern im ganzen Land zweitausend geworden sind – eine Entwicklung, für die er sich sehr angestrengt hat. „Schließlich”, so sagt er, „sind die Schüler unsere zukünftigen Führungskräfte.”
Aber die für die Zukunft wichtigste Veränderung, darüber sind sich die Mitglieder einig, findet in den Familien statt. Als Rafael und Miledy Dilone sich mit ihren drei Kindern der Kirche angeschlossen hatten, gratulierten ihnen die Nachbarn sogar, weil sie den neuen Zusammenhalt in der Familie sahen. Rafael Dilone, der inzwischen Hoher Rat ist, ist von Beruf Schuhmacher und genießt es, daß er den ganzen Tag in der Nähe seiner Familie verbringen kann. Seine Frau Miledy meint, die Taufe und die Tatsache, daß sie jetzt eine bessere Ehe führten, hätten sich sehr auf das Familienleben ausgewirkt: „Wir waren vorher eine richtig verrückte Familie. Jetzt wissen wir, wie wir einander liebhaben sollen.”
Weil die Kirche solche Mitglieder hat, gehen die Führungskräfte die mit dem Wachstum verbundenen Schwierigkeiten optimistisch an. Die Zukunft wird wahrscheinlich neue und andere Schwierigkeiten bringen, aber viele schöpfen aus Elder Ballards Weihungsgebet Hoffnung. „Er hat den himmlischen Vater um einzigartige Segnungen gebeten”, sagt Rodolfo N. Bodden rückblickend. Er, seine Frau und die vier Kinder waren die ersten Mitglieder der Kirche in der Dominikanischen Republik. „Er hat vor allem darum gebetet, daß wir uns selbst führen können, daß die verschiedenen Rassen und Nationalitäten der Kirche zum Segen gereichen mögen. Präsident Kimball hat natürlich den Weg geebnet. Und schauen Sie nur, jetzt trifft das alles ein!”
Elisabeth und Jed VanDenBerghe, Mai 1991
Bruder und Schwester VanDenBerghe gehören zur Gemeinde Granite Park im Pfahl Salt Lake Granite Park

09:59 - 7.05.2008


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