Nirgendwo in Kanada | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
So far...
{ 00:00, 14.09.2009 }
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So, nun sitze ich gerade vor meinem Gate am Airport International in Vancouver an die Wand gelehnt mit Rucksack, Tüte, Kameratasche, Laptop, Cowboyhut und 10 Timbits von Tim Hortons sowie zwei Honey Crullern als vorzeitiges Abendessen (die letzten fetten, mega süßen, leckeren amerikanischen donuts für ne ganze weile T_T) und warte aufs boarding... Also... dass ich eine recht geile Zeit hier hatte, habe ich hoffentlich einigermaßen gut rübergebracht... mehr über kanada wird es bei gelegenheit hoffentlich bei einem guten deutschen bierchen oder weinchen geben =) Bis sehr bald! Daniel Apropos...
{ 00:30, 10.09.2009 }
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Was ich ganz vergas zu schreiben: vorgestern sind wir durch 40cm hohen Schnee bei Schneesturm auf einen kleinen Berg gewandert! =) Heute hab ich für rund 100 Euro Kleidung eingekauft... und Nachmittags versucht neben einem Wasserfall auf einen Berg zu klettern, aber wieder war der Wind zu heftig um dann nach den ersten auch noch die zweiten und evtl dritten 100m zu erklimmen. Schön wars trotzdem, Wasser konnte man von dem Wasserfall auch trinken (hoff ich... hab etwas magengrollen) ich versuch mal gleich noch ein foto zu ergänzen... Glacier Parkway, Wildernesshostel, Banff
{ 01:00, 9.09.2009 }
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So... nachdem unser lieber Zimmergenosse, ein belgische Sozialwissenschaftsstudent nach seinem Emailcheck meinen bisherigen Blogeintrag ausversehen gelöscht hat (ich war in der Zwischenzeit duschen) fang ich nun noch einmal von vorne an... -.- (verzeiht, wenn es aufgrund der motivationslosigkeit alles nochmal zu schreiben etwas kürzer wird) Also: Nach Jasper sind wir richtung Banff aufgebrochen über den Glacier Parkway, das ist die Straße zwischen Jasper und Lake Louis bzw. Banff. Am nächsten morgen gings dann an den riesigen Gletschern und den Panther Falls die 150m in die Tiefe gehen und hinter die ich geklettert bin (Ich stand hinter einem rieeeesen Wasserfall!!! Leider haben zwei Finger meiner linken Hand etwas gelitten beim Abstieg, aber ich glaube ohne die hätte man mich in dieser Spalte da suchen müssen... Nach vielen schönen und wunderbar unglaublich blauen und grünen Seen, sind wir dann hier in Banff angekommen, wo ich gerade in unserem 4-Bettzimmer sitze. Eine unglaublich süße Stadt, hier ist alles wie für Hobbits gebaut, alles klein, auch die Kirche. Die Nacht kostet hier 35 Dollar für Mitglieder (im Wildernesshostel warens 23$) Dafür gibts hier Internet, einen Pub, eine riesen Küche wie in einem Restaurant aber halt nur für die Gäste, einen begehbaren Coolerroom, ein Speiseraum mit TV, sau bequeme Couchen, super duschen, große Betten, kleinere Gruppenräume (keine Dorms für 70 Leute wie in Jasper) und zudem ein super angebot an Ausflügen etc. Leider war als wir ankamen mal wieder kein fließend Wasser hier, da es wohl irgendwo in Banff ein Problem mit den Pumpen gab, was sich aber bisher wieder geregelt hat. Insgesamt ist geplant hier zwei Nächte zu verbringen und dann mit einer Zwischenübernachtung nach Vancouver aufzubrechen, sodass ich dort zumindest noch eine Übernachtung und (hoffentlich) genügend Zeit für Stanleypark und Co finde. Ich freu mich trotz dem Wunsch hier alles zu erkunden und jeden Berg und Hügel auch von der abgewandten Seite zu sehen, immer mehr auf zuhause. Ich habe beschlossen, als nächsten Tripp eine Tour durch Europa zu planen, bzw nur Deutschland oder Schweiz oder so... per Anhalter und aus dem Rucksack, vieleicht nächstes Jahr können ja auch mal nur 2 Wochen sein. Ich freu mich auf euch alle und hoffe euch gesund wiederzusehen! Bis bald Mount Robson, Jasper, 3 Tage Edmonton
{ 16:25, 7.09.2009 }
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Nach Valemont sind wir nach Jasper aufgebrochen und auf dem Weg nach 30km gleich beim Mount Robson wandern gegangen (siehe map). Nach dieser kleinen Tour sind wir weiter nach Jasper und dort ins Hostel International (HI) gezogen wo es in der ersten Nacht gleich einen Powercut gab, was heißt, wir haben die halbe Nacht unter Notstromleuchten geschlafen... (zudem stand ich grad unter der Dusche als der Strom ausfiel, was hier meistens auch bedeutet, dass kein Wasser mehr läuft... (sogar die kleinsten Haushalte haben hier ihre eigene Quelle, die mit einer elektrischen Pumpe funktioniert.) Nach der ersten Nacht im Hostel haben wir uns in der Stadt Räder ausgeliehen für 30$ am Tag und sind eine riesen Tour gefahren (siehe map) welche mit schwerem Rucksack nicht nur die Beine sondern auch noch den Rücken erheblich beansprucht hat... Schwimmen waren wir auf der Radtour auch... wahnsinnig kalt... (angeblich 7 Grad) aber dank Sonnenschein erträglich. Nach der Tour gab es im Hostel nur noch zwei Betten im Women Dorm, was hieß, dass ich meine erste Nacht in Orphie verbringen sollte. (War nicht kalt, nichtmal sooo extrem unbequem, nur die Knie haben etwas gelitten... Tiere habe ich auf diesem Parkplatz leider trotz mehrfachem aufwachen und frühem aufstehen nicht gesehen.) Am dritten Tag in Jasper ging es dann zum Maligne Lake, welchen wir eigentlich mit dem Kanu befahren wollten, was wir aber aufgrund der sehr schlechten Wetterprognose gelassen haben. Stattdessen sind wir auf dem Opal Hill Loop wandern gegangen, was allerdings auch keine kluge entscheidung war eigentlich... aber wir waren bei Gewitterbeginn zum Glück schon länger wieder auf dem Abstieg (waren knapp 500m aufstieg und oben konnte man sich beinahe gegen den Wind legen, aber wunderschön mit Ausblick auf den Lake und die Gletscher und die ganzen Rockies) Der Sturm der auf unserer Wanderung gerade begonnen hatte sollte ziemlich heftig wüten und hat so einige Bäume und kleine Rockies auf die Straßen geweht... Ein WiIng-Student den ich im Hostel kennengelernt hatte wäre auf dem Lake mit seinem Kanu mitten im Sturm beinahe untergegangen... gut also, dass wir uns nur Gedanken um die umstürzenden Bäume beim Abstieg machen mussten. Nach einer weiteren Nacht im Hostel (diesmal von Nachmittag an ohne Strom bis über den nächsten Morgen hinaus) sind wir nach Edmonton in Alberta aufgebrochen (siehe map). Dort in ein Motel eingezogen wo drei Tage am Stück nebenan gekifft wurde, sind wir nur kurz für etwa 2 Stunden noch in die West-Edmonton-Mall um uns die größte shoppingmöglichkeit der Welt (soweit ich weiß) anzusehen. Nach einer Nacht in schlechten Betten (aber endlich seit 2 Tagen mit relativ sportlichen Aktivitäten gab es dort fließendes [warmes!] Wasser) sind wir dann für einen knappen Tag in die Mall und haben geshoppt... ergebnis: 1 Short, 1 Shirt... einfach zu viel Auswahl und leider nicht arg viel günstiger als bei uns. Am nächsten Tag dann Fort Edmonton, welches eine historische Stadt zwischen 1800 und 1900 darstellt. Im Anschluss in den Elk Island National Park (eigentlich wird dort Wildlife wie Elche, Bieber, Hirsche, Moose und Büffel garantiert) aufgrund schlechten Wetters, Regen, einmal Verlaufen, einem kranken Tripkammeraden (-in) und zugewucherten Trails blieb es aber leider bei einer Gruppe kleinwüchsiger Büffel, die wir vom Auto aus gesehen haben. Nach einer weiteren Nacht im Motel - in der ich wahrscheinlich zum Weedabhängigen geworden bin ohne es zu wollen - ging es wieder zurück nach Jasper, wo ich gerade in einem Internetcafe sitze (unter diesem Namen kennt man das hier übrigens nicht, keiner hat einen Plan was du meinst, wenn du nach einem "Internetcafe" fragst... musst schon nach "Cybercafe" oder "Restaurant with wireless access" fragen...) Nun, heute solls noch weiter gehen richtung Lake Louis durch die Rockies, auf dem Weg mal wieder wandern oder was sich so anbietet. Ich werd jetzt noch versuchen, die map auf den neusten Stand zu bringen und werd dann bei Gelegenheit wieder schreiben. Was die Pläne der Flugumbuchung angeht: Daraus ist leider nichts geworden. Meine Fluggesellschaft - die mich zukünftig übrigens nicht mehr als Kunden begrüßen können wird - verbietet Umbuchungen des Rückflugs nach Antritt des Hinflugs. Werde also wenn alles glatt geht wie erwartet am 14. September abends wieder in der Heimat sein. Ich freu mich drauf! =) Alles liebe und bis bald, Daniel Letzter Tag auf der Ranch, Greenlake und Valemont
{ 00:49, 1.09.2009 }
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Sonntag früh, 7.15, Jenny und ich satteln L&M und Bouncer für einen 2h Ritt auf der "kleinen Moonlakerunde". Nach 1,5h reiten endlich... die Pferde bleiben stehen... und 15m vor uns kommt ein Bär aus dem Wald, bleibt auf dem Weg stehen, schaut uns an und rennt auf der anderen Seite wieder in die Büsche... geschätzte Mitte meines Oberschenkels sollte seiner Schulterhöhe entsprochen haben... ein großer brauner Bär!!!! (War wahrscheinlich ein brauner Schwarzbär, sowas solls wohl auch geben...) Nach einem tränenlosen Abschied sind wir dann vogelfrei das letzte Mal durch das Gate der Red Willow Ranch gefahren und haben uns am Green Lake, gute 40 Minuten entfernt wieder niedergelassen. Manfred, den wir als Freund der Ranch kennengelernt hatten kommt aus der Nähe von Stuttgart und hat ein wunderschönes Baumstammblockhäuschen direkt am See mit einer riesigen Bisonranch hintendran (die gehört jemand anderem) Mit ihm sind wir dann auch noch mit seinem kleinen Motorbötchen (mit immerhin fast 50km/h) an einen kleinen Bibersee gefahren wo wir dann ins Wasser sind. Wunderschön da! (siehe map unten) Jetzt schreibe ich gerade aus einem wunderschönen gemütlichen komplett dunkellila und gelben zimmer aus valemont mitten in den Rockies ;)
Liebe Grüße aus den Bergen!! (Wahnsinn, wie hier die Sonne untergeht! =) ) Mein erstes (1/3) Auto!
{ 03:35, 30.08.2009 }
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Ja... ein Auto haben die zwei Damen mitgebracht aus 100 Mile House. Leider konnte ich selber nicht mit zum Kauf. Aber wie es aussieht ists bis auf den abgefallenen Auspuff, ein paar heraushängende Innenlichter und die defekte Feststellbremse alles ok ;) (Keine Angst, das Auto kann man trotzdem sicher fahren... Das Innenleben ist auf jeden Fall der Hammer!! Rote Blüschsessel! Und alles elektrisch! Sogar die Motorhaube! Nuja, wir haben 700 Dollar gezahlt, das sind etwa 470 Euro.
Morgen gehts dann Los unten sehr ihr die Route, die wir bisher geplant haben für zwei Wochen (grob) wenns reicht gehts noch auf Vancouver Island.
Canada Tour auf einer größeren Karte anzeigen Also... mal schaun wie oft ichs schaff hier noch was zu schreiben ;) Wünsch euch allen eine schöne Woche! Ich werd an euch denken, wenn ich am maligne lake entlang wander (googlet den mal!!!) ;) Liebste Grüße, Wieder Fernweh
{ 03:27, 28.08.2009 }
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Jaja... jetzt bin ich knapp 8 Wochen hier und das ist wirklich schon wieder zu viel. Habe mir überlegt eine google-maps-Karte hier reinzustellen, dann kann ich die nächsten zwei Wochen makieren wo ich gerade bin ;) Und bei Gelegenheit gibts auch mal wieder Bilder. Hoffe euch geht es allen gut!!
Ein Lebenszeichen
{ 00:08, 16.08.2009 }
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Hallo... verzeiht, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Mitlerweile hat sich ein Alltag eingelebt der Blogschreiben nicht mehr mit einschließt. In Zwischenzeit habe ich tolle Menschen kennengelernt und wieder verabschiedet. (Heute ist Michael gefahren...) Der ehemalige Zuchthengst Benny, ein stolzes und gutes Pferd wurde von Wölfen gerissen und von Bären, Vögeln und anderem Getier so auseinandergenommen, dass wir ihn kaum erkannt haben, als wir ihn am 5. Tag nachdem er vermisst wurde gefunden haben... Gerade eben hat Jenny, neue Helferin, die seit 1,5 Wochen da ist, mir die Haare geschnitten, erst wollte ich sie ganz ab haben mit der Maschine, aber ich dachte ich gewöhn mich erst mal an ein Zwischending... wie immer halt... Nun, ich lieg in meinem Bett, höre Soundtracks von Shrek und habe eine große Dose Kekse neben mir stehen. Mir geht es gut und ich hoffe euch allen auch! Euer Daniel Baby, Suff und environmental awareness in Kanada
{ 22:15, 12.07.2009 }
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Am 8.7. kam das Baby, Cadhlar Ruban 3850g schwer, per Kaiserschnitt in Williams Lake. Elke fuhr am Nachmittag dann nach Williams Lake zu ihrer Tochter und dem neuen Enkel und 3 Stunden später kam Craig hier mit drei jungen Schweizern (die eine Woche hier Gäste sind und danach als Helfer ein Feuerholz und Zaunprojekt starten) an und wurde gleich beglückwünscht und bekam ein kaltes Bier in die Hand gedrückt, welches später von Whiskey und Barcardi cola abgelöst wurde. Wir saßen im Salon und haben uns so richtig die Kante gegeben, bei guter Musik und geheiztem Ofen mit ein paar Liedern aus dem Liederbuch und lautstarkem Lachen. Ich musste irgendwann abbrechen, da ich kaum noch wusste wo oben und unten war, und bin ins Bett, welches ich grad noch so gefunden habe... (Ich hab mir seit ich 17 war das erste mal wieder ein Breche-auffang-behältnis nebens Bett legen müssen, wennauch ich es nicht gebraucht habe)
Am nächsten morgen (9.7.) habe ich erst mal 20 minuten verschlafen und mir so wie fast allen anderen ging es so richtig dreckig: Steife nacken, Übelkeit, Kopfschmerzen, Bauchweh... kaum jemand wollte was essen... Craig fuhr an dem Tag vor dem Abendessen gleich wieder nach Williams Lake, wesshalb nun nur noch wir Helfer auf der Farm waren. Heißt: wir mussten auch fürs Abendessen kochen. Da ich Küchendienst habe bis Donnerstag und sowieso Spaghetti mit Tomatensoße auf dem Speiseplan stand, wurde natürlich Bolognaise wie daheim gekocht und meine Küchenwichtel und ich haben dickes Lob eingefahren =) Nach dem Abendessen kam Elke dann auch zurück. Am 10.7. war ich mit Marco in 100 Mile House einkaufen und habe bei A&W (eine Fastfoodkette hier, mit Angestellten ohne Uniform und Burgern und Alutüten) einen Double Teen Burger Menu genossen... von den Burgern kann sich Mc und King noch ordentlich was abschneiden... Abends wurde mal wieder gegrillt während der Hufschmied da war und mit seiner mobilen Schmiede ein paar Pferde beschlagen hat. Gestern am 11.7. (Samstag) sind wir nach dem Frühstück zu Gymkhana aufgebrochen, ein regionaler Pferdewettbewerb eine halbe Stunde entfernt. Wir hatten zwei Pferde dabei, die sowas wie dort verlangt wird allerdings überhaupt nicht gewohnt sind. (Slalom Reiten, um Tonnen rum, im "Schlüsselloch" stoppen, drehen und zurück und Paarweise mit Seil in der Hand 8er Reiten) Naja, es war sehr interessant mal zu sehen, was zum Teil native indians mit ihren Indianerpferden so alles anstellen können, hat mich gewundert, dass die hier nicht ohne Sattel geritten sind ^^ Ach... und die Hot dogs dort waren absolute Spitzenklasse... der Hammer (für 2$ = 1,23€) gabs den heißen Hund mit Zwiebel im Hotdogbrötchen und allem was man noch so dazu haben wollte =) Heute war Sonntag, das heißt mehr oder weniger freier Tag: Um 6.30 aufstehen, duschen, um 7 Uhr Kaffee machen, Gasherd anwerfen, Porridge aufsetzen, Tisch decken, Gemüse schnibbeln etc., während der Rest 40 Pferde aus dem Wald und den umliegenden Weiden holt, füttert, Wunden versorgt und die 9 Hunde noch versorgt. Danach haben wir 3 Pferde verladen die dann weggebracht wurden, haben Pferde für die Gäste gesattelt und Hufe gefeilt und um halb 12 mittagessen vorbereitet. Danach sind wir dann an den Green Lake gefahren, vllt 1/5 so groß wie der Bodensee. Dort sind wir ins recht kühle Nass gesprungen, aber bei den Temperaturen dies hier hat, war das echt angenehm. Auf dem Rückweg sind wir an einem deutschen Restaurant vorbeigefahren, haben ein gutes deutsches Weißbier getrunken und uns eine Portion Rinderrouladen mit hausgemachten Spätzlen und Blaukraut zu 5. geteilt. Auf dem Rückweg gings noch zur Mülldeponie... Also wenn ihr mich fragt... die Kanadier ticken nicht ganz richtig!! Hier ist Pfand auf alles!!! Sogar auf Tetrapacks und Weinkartons... und alle loben einen mit "Thank you for recycling!" wenn du ne leere Dose abgibst, aber alles andere werfen die einfach in riesige Löcher im Wald und buddelns wieder zu... und nebendrann liegen verschrottete Autos vor Mamutbäumen... Naja, danach gings wieder auf die Ranch mit reichlich Verspätung... dann ans Abendessen, Wäsche abhängen und alles für morgen vorbereiten... morgen gehts um halb 7 raus nach Williams Lake (knapp 2h Fahrt) um Gäste abzuholen am Flughafen und noch einzukaufen... und dann wirds hier relativ anstrengend weil sich die Gäste vervielfachen bis wir hier full house haben... (Momentan haben wir eine dreiköpfige deutsche Familie, Tanja, den halben Charly und die drei jungen Schweizer zu Gast. Mit Elke, Ulrike und Craig, Lena, Marco, Michael und mir sind das dann 15 Leute, das Baby zähl ich noch nicht mit.) So, jetzt ist hier 23.15 und ich muss langsam ins Bett, sonst komm ich morgen wieder nicht raus... Hoffe, bei euch ist das Wetter genau so gut wie bei mir und euch gehts allen gut! =) Erste Gäste, Defekte und schlechtes Wetter
{ 01:26, 8.07.2009 }
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Heute ist Dienstag der 7. Juli, wir haben hier halb 10 am Abend während die meisten Deutschen sich gerade aus dem Bett quälen.
Die letzten Tage sind vergangen wie im Flug. Am Freitag waren wir Bäume fellen, mit Kettensägen und viel Lärm. Haben eine Furche von geschätzten 150m in den Wald gemacht (200m waren davor schon weg und so 500m sollen es insgesamt werden). Da soll später ein Zaun durch gehen um den Auslauf für die Pferde dort auch noch ein Stück einschränken zu können bei Bedarf. Nun, an dem Tag hat die große Motorsäge den Geist aufgegeben. Die ist jetzt immernoch in Reparatur. Am Samstag haben wir dann mit dem Traktor Bäume gefällt. Geht auch ganz easy, ist ein riesen Gerät mit Allrad und ner Riesen Schaufel bzw. Pieken vorne. Macht Spaß, einfach durch den Wald zu donnern und wenn ein Baum stört, den einfach umzufahren ^^ [Keine Angst, liebe Ökos und Green-Peace-Anhänger, die Bäume die wir umfahren haben kaum Wurzeln, machen also eh nicht viel kaputt außenrum und sind tot, wegen Käferbefall, die andern lassen wir (meistens) stehen ;) ] Rsultat der Baumumfahraktion (wir vermuten da den Grund) war allerdings, dass in der elektrik vom Traktor irgendwas kaputt gegangen ist, wesshalb nun eine Sicherung immer wieder durchbrennt beim Starten und der Traktor zwar angeht aber nicht mehr fährt. Wir sind also rund 10min zurück zur Ranch gelaufen bei 30 Grad und prallender Sonne (mitlerweile habe ich die Haut an den Ohren abgepellt) und haben den kleinen Traktor geholt mit dem wir den großen dann abgeschleppt haben. Abends wurde dann gegrillt, da an dem Tag mal wieder Gäste kamen, ein kanadisches Ehepaar. [Hier wird mit einer rieeesigen Eisenwanne gegrillt die übers Lagerfeuer gestellt wird, mit Alufolie ausgegleidet und mit ordentlich Fett drin. Also quasi ne große Pfanne im Freien.] Gegrillt wurde viel Fisch und Buletten und Würste. Also kein richtiges Stück Tier, wie ich es am liebsten gehabt hätte ^^ In der Nacht auf Sonntag kamen dann noch ein deutsches Ehepaar aus Thüringen mit ihrer Tochter. Die können gut reiten und sind am Sonntag auch ganz alleine ausgeritten, während wir, 3 1/2 Helfer (Lena, Tanja, Michael und ich) für 1 1/2 h mit den Kanadiern ausgeritten sind, da diese schon Ewigkeiten nicht mehr reiten waren. Man muss hier selbstverständlich dazu sagen, dass ich an diesem Tag das erste mal ein Pferd von oben gesehen habe... Nun, ich konnte mich im Trab ganz gut im Sattel halten ;) Und anscheinend war ich noch zu gut zu dem Pferd, ich solle fester in die Seiten stoßen mit den Fersen haben alle gesagt... nunja, ich hab natürlich gleich das größte Pferd genommen, das es hier gibt... ein schwarzer Walach, called Blacky (er wirkt, wie Marco immer sagt wirklich ziemlich bekifft und schläft im Schritt fast ein und ist so richtig verfressen und unsensibel...) Der kleine Traktor machte am Vormittag dann mit einem platten Reifen auf sich aufmerksam. (Bis dahin galt: Hier geht jeden Tag irgendwas kaputt) Abends gab es dann endlich das ersehnte Fleisch am Stück in Form eines riesigen Rindfleischbratens =) Gestern fing der Tag noch ganz nett an, bis auf dass sich Girly (Charlys kleine Hündin) bei der Fütterung gegen halb 8 etwas zu viel erlaubt hat und dann von Kira der Mutter der 7 kleinen Puppies attakiert wurde... Die haben sich so ineinander verbissen, sodass wir sie sogar am Schanz ziehend kaum auseinander bekommen haben. Seltsamerweise blieben aber beide unverletzt. Während dem Mittagessen hat es dann angefangen wie blöd zu regnen und es hörte (bis auf abundzu 5 Minuten Pause) bis heute Abend nicht auf. Folge dessen war Matsch bis zu den Knöcheln (Ein Glück, dass meine Schuhe einen halben Zentimeter höher sind ^^ ) und Temperaturen wie beim Skifahren... Aufgrund der Wetterlage, der zwei defekten Traktoren sowie der kaputten Kettensäge, blieb uns nicht viel übrig als Kleinholz zu machen und uns am Ofen aufzuwärmen. Währenddessen habe ich Girly (deutsch erzogen) "Platz" beigebracht =) Das klapt zwar noch nicht perfekt, aber sie weiß zumindest schonmal so grob, was ich von ihr will, wenn ich n Stück Keks in der Hand hab ^^ Heute morgen kamen kaum Pferde rein. Wir fangen normalerweise um 7 an draußen einige Pferde vor dem Hauptgate zu sammeln indem wir "Home" in den Wald rufen. Bisher hat das super geklapt, aber heute hat alles ewig gedauert und das im kalten Regen... Ein Pferd (Philip) kam dann auch noch lahmend aus dem Wald, er hat irgendwas am rechten Vorderbein, aber keiner weiß, was genau. Ulrike und Craig sind zwischen 9 und 10 heute morgen ins Krankenhaus im 2h entfernten Williams Lake gefahren. Als sie losgefahren sind, kamen die Wehen bereits alle 5 Minuten... Bisher ist aber noch kein Baby da. Anscheinend in der nächsten Stunde, da sie schon drauf und dran sind. Ansonsten haben wir heute hauptsächlich Feuerholz gemacht, gestapelt und gefühlte 10.000 Späne zum anzünden gemacht. Morgen hoffen alle auf besseres Wetter und natürlich auf gute nachrichten aus Williams Lake. =) Zudem sollen morgen drei weitere Helfer hier eintreffen, die vorerst als Gäste hier sind und in der Heuscheune schlafen und dann ein großes Fence- und Baumfällprojekt starten wollen. Ich werde jetzt noch eine kühle Dose whatever aus dem Kühlschrank holen und dann wirds auch langsam richtung Bett gehen. Der nächste Eintrag soll bald folgen und natürlich sind weiterhin Bilder geplant ;) Liebste Grüße aus dem Matsch, Daniel { Vorherige Seite } { Seite 1 von 2 } { Nächste Seite } |
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