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Aping my soul
You stole my overture
Trapped in God's program
Oh I can't escape

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
Why, why, why?

I can't forgive you
And I can't forget

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we in here?

-----

Rise above the crowds
And wade through toxic clouds
Breach the outer sphere
The edge of all our fears
Rest with you
We are counting on you
It's up to you

Spread our codes to the stars
You must rescue us all
Spread our codes to the stars
You must rescue us all

Tell us
Tell us your final wish
Now we know you can never return
Tell us
Tell us your final wish
We will tell it to the world

-----

Let's start over again
Why can't we start it over again?
Just let us start it over again
And we'll be good
This time we'll get it
We'll get it right
It's our last chance to forgive ourselves



Wer auch immer das hier liest, sollte mich nicht auf Inhalte und Äußerungen fest nageln, die ich vor zwei, drei Jahren geschrieben habe. Ich weiß, daß vieles davon Blödsinn ist, aber zum Löschen oder Verbessern ist es auch zu schade. Das meiste davon sollte sich ja in Folgebeiträgen richtig gestellt haben.

I.D.

I want you. So bad.


Alleine sein - eine Offenbarung. Als ich letztes Jahr im Dezember acht oder neun Tage oder so völlig allein durch Europa gefahren bin, habe ich gemerkt, wie befreiend und ungezwungen das ist. Wie genugtuuend es ist, mit niemandem reden zu müssen und niemandem zuhören zu müssen. Weil es nervt. Weil es so viel einfacher geht. Nur das Nötigste sagen, einen Hotelbesuch vom Einchecken bis zum Auschecken in weniger als 20 Worten hinter sich bringen: "Hallo, mein Name ist ..., ich habe ein Zimmer reserviert. ... Hier unterschreiben? ... Danke. ... War's das schon? Okay, tschüss." Davor, dazwischen und danach mit niemandem reden. Nichts sagen, kein Wort. Wortlos einkaufen, wortlos Sightseeing betreiben, wortlos Zug fahren, wortlos Straßenbahn fahren. Es gibt kaum Dinge, die intensiver sind. Und dann wieder der Besuch bei Burger King und der Versuch, so wenig wie möglich zu sagen - wörtliche Kommunikation als letztes aller Mittel.

Abends ungefähr das Gleiche: hallowiegehtsachmußjaundselbstbisbald. Nicht, weil es nervt, sondern weil es schon Gewohnheit ist. Und weil es die Beste aller Sachen ist. Abends alleine sein. Konzerte alleine sehen. Wortlos den Saal betreten. Niemanden um einen herum haben, der unvermittelt mit einem kommunizieren könnte und den man dann nicht harsch angehen oder auch mal wegschubsen dürfte. Punkt 9. Maul halten. Punkt 10. Räumliche Gebundenheit. Begleitungen bedeuten, sich nicht dort aufhalten zu können, wo man will. Weil es zu Verständnislosigkeit oder Irritation oder sonstwas führt, wenn man verschwindet und nicht mehr wiederkommt. Weil alle anderen denken, daß man sie vielleicht nicht mag. Dabei nervt es einfach tierisch, mit jemandem neben jemandem zu stehen, dem es egal ist, wo er gerade steht, solange er irgendwo steht. Oder überhaupt neben jemandem zu stehen, auf den man achten muss. Begleitungen hemmen, Positionen loszulassen. Weil auch Begleitungen oft im Weg stehen und weggeschubst werden müssten, um woanders hinzukommen. Ein Konzertsaal ist kein Wohnzimmer. Ich bin nicht hier, um mich zu unterhalten oder Zeit mit jemandem zu verbringen. Ich verstehe dich eh nicht, denn um uns herum sind ca. 90dB, also halt's Maul und lass den Scheiß gefälligst draußen. Ich habe keine Lust, mich zu rechtfertigen oder überhaupt darüber zu reden, daß und warum ich zum dritten Mal innerhalb von 10 Minuten zur Toilette gehe oder mir die Schuhe zubinde. Oder nichts sage. Ganz einfach:

Weil es so ist. Weil ich auch nicht frage, warum jemand sich da gerade sein fünftes Bier in 30 Minuten reinknallt oder eine dämliche Mütze aufhat. Weil  mindestens neun aus zehn besten Konzerten aller Zeiten ohne bekanntes Gesicht im 20 Meter-Umkreis geschahen. Und weil ich jedes Mal, wenn ich alleine bin und jemanden treffe, der mich nervt, daran denken muss. Honey, I want you.

She knows that I'm not afraid to look at her.
She is good to me and there's nothing she doesn't see.
She knows where I'd like to be, but it doesn't matter.


Geschrieben am 16.09.2010 um 04:10 Uhr.
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