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Aping my soul
You stole my overture
Trapped in God's program
Oh I can't escape

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
Why, why, why?

I can't forgive you
And I can't forget

Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we?
Who are we?
Where are we?
When are we?
Why are we in here?

-----

Rise above the crowds
And wade through toxic clouds
Breach the outer sphere
The edge of all our fears
Rest with you
We are counting on you
It's up to you

Spread our codes to the stars
You must rescue us all
Spread our codes to the stars
You must rescue us all

Tell us
Tell us your final wish
Now we know you can never return
Tell us
Tell us your final wish
We will tell it to the world

-----

Let's start over again
Why can't we start it over again?
Just let us start it over again
And we'll be good
This time we'll get it
We'll get it right
It's our last chance to forgive ourselves



Wer auch immer das hier liest, sollte mich nicht auf Inhalte und Äußerungen fest nageln, die ich vor zwei, drei Jahren geschrieben habe. Ich weiß, daß vieles davon Blödsinn ist, aber zum Löschen oder Verbessern ist es auch zu schade. Das meiste davon sollte sich ja in Folgebeiträgen richtig gestellt haben.

I.D.

Von Hyperbeln und Halbwahrheiten II.


So eine gute Überschrift! Und sie könnte keine Einträge besser überschreiben, als die beiden, bei denen sie es tut. Diesmal ein äh... nicht ganz wahrheitsgemäßer Konzertbericht vom Konzert von muff potter. und äh... Kettcar in Hamburg vor gut zwei Monaten. Aber lest am besten selbst. Es existiert noch eine zweite Version, aber die ist nur in Teilen wirklich öffentlichkeitstauglich. Ähnlichkeiten zu realen Personen und Geschehnissen sowie zum normalen Sprachgebrauch des Autoren sind größtenteils ausgeschlossen.
Aber "Frieren wie Löwen in der Arktis" ist ganz große Kunst!

 


Irgendein verregneter Dezembersonntag in Hamburg im Jahr 2008. Draußen ist es rattenkalt und ich bin nicht nur deshalb froh, daß ich erst irgendwann spät nachmittags voll verkatert zwischen leeren Bier- und Schnapsflaschen aufwache. Auf dem ersten Weg zum Kühlschrank stolpere ich über eine halbvolle Pulle und reiße noch im Halbschlaf ein halbes Dutzend Poster von der Wand. Usi wird mich killen, wenn sie das sieht. Sie und Henne schlafen im Schlafzimmer und weil durch die Tür undefinierbare Geräusche dringen und man nie so genau weiß, was man unfreiwilliger Weise sieht, wenn man einfach so unangekündigt rein platzt, hämmere ich drei Mal so laut gegen die Milchglasscheibe an der Tür, daß es auch die Nachbarn mitbekommen haben sollten. Keine Reaktion. 15 Minuten später sind die beiden mit was-auch-immer fertig und schieben sich nacheinander an mir vorbei ins Badezimmer. Irgendwann sind alle halbwegs sauber und wir können endlich runter zu Penny, neues Bier holen. Jeder zwei Sixpacks untern Arm, ein paar kurze in die Jackentasche und ab geht’s zur S-Bahn, wo wir noch Hennes Schwester abholen müssen, die gerade vor einer Stunde in Bremen gelandet ist, weil sie von einem Schüleraustausch aus Dublin wieder kommt. Das würde ich mir auch mal gern leisten, extra für ein Konzert so dermaßen dekadent einzufliegen. In der Wartezeit zischen wir jeder anderthalb Bier und nachdem die S-Bahn angekommen ist, schleppen wir fix die Koffer in den vierten Stock. Hennes Schwester beschwert sich über das verstopfte Klo und erst da fällt mir auf, daß sie Recht hat. Irgendwer muss da letzte Nacht noch einen gewaltigen Klumpen abgesetzt haben und ich weiß nur, daß ich es auf keinen Fall gewesen bin. "Egal jetzt, pissen kannst du auch drüben!" schallt es von Usi quer durch die Wohnung und zwei Bier später machen wir uns auf den Weg in die Große Freiheit, wo heute muff potter. und Kettcar spielen. Eigentlich sollte der Einlass schon lange gestartet sein, aber alles, was wir sehen, ist eine verschlossene Eingangstür und eine meterlange Schlange. Die müssen ja schon Stunden hier stehen, denke ich und lache mir innerlich einen ab, weil ich nie verstehen werde, wie man schon Stunden vor Konzertbeginn in der Kälte stehen kann. Kälte ist das Stichwort. Mir frieren die Zehen ab und keine Jacke mitzunehmen, war bei diesen Temperaturen auf jeden das dümmste, was man machen kann. Wir wärmen uns so gut es geht an unseren Bieren und durch die Wände ballert derweil von drinnen ein neuer muff potter.-Song vom Soundcheck. Zweimal, dreimal, viermal – irgendwann reicht's doch auch mal. Fünfmal. Die Dummerchen da vorne checken wahrscheinlich noch nicht mal, was sie da gerade hören. Erst eine halbe Stunde später werden die Tore geöffnet und weil wir mittlerweile frieren wie Löwen in der Arktis, drängeln wir uns durch die Masse nach vorne und sind somit ziemlich schnell drin.

Die gute Stunde Wartezeit verbringen wir damit, uns an den Eingang zu stellen und jeden, der neu rein kommt, genauestens zu mustern und zu kommentieren. "Kommt nur wegen Kettcar." "Kommt nur wegen seiner Freundin." "Ist noch nie in seinem Leben gekommen." Hennes Schwester findet das albern, bringt uns aber zum Glück immer wieder neue Pilssuppe. Eine gute Spießerin, haha.

Kurz vor Konzertbeginn kippen wir uns gemeinschaftlich jeder einen unserer rein geschmuggelten Kurzen hinter die Binde. Henne ist trotz seiner zwei Meter wie immer der erste, der nicht mehr drauf klar kommt und kegelt bereits im ersten Song erstmal schön eine Gruppe Teenie-Mädchen um. "Könnt ihr nicht woanders pogen?" Wir helfen ihm hoch, doch er kegelt gleich nochmal volle Kanne rein. "Aua!" Wir lassen ihn liegen, denn mit ihm ist heute nichts mehr anzufangen. muff potter. spielen ihr Set gewohnt gut runter und runter läuft auch das Bier unsere Kehlen. Das zeigt Wirkung, denn Usi geht circa jeden zweiten Song zum Pinkeln. Hennes Schwester managt es zwischen Bruderbetreuung und Mitsingen immer wieder, uns ohne Pause frischen Gerstensaft zu liefern.

muff potter. spielen einen neuen Song und Nagel erzählt irgendwas von Publikumsgesang und Aufnahme und neuer Platte. Geil, Alter, wir auf der neuen muff potter.-Platte! Ich weiß nicht, worum es genau geht, aber als das Publikum lauthals "Die Party ist vorbei" gröhlt, mache ich einfach mal mit und schreie in den Pausen immer irgendwas dazwischen, damit ich mich auf der Scheibe später auch wirklich wieder erkenne. Von oben höre ich Hennes Stimme und fürchte schon, der Sensenmann hat ihn zu sich genommen, aber er steht wie der alte Papst auf der Empore und krakeelt lauter als alle anderen zusammen. Zum Glück sind ein paar Typen da, die ihn davon abhalten, von da oben ins Publikum zu springen, denn dann wäre die Party echt vorbei. Usi und ich sprinten nach oben, um ihn abzuholen und uns bei den Typen mit ein paar Bier zu bedanken. Als wir wieder unten sind, ist das Konzert vorbei und wir so hacke, daß wir lieber nach Hause gehen, als Kettcar zu sehen, denn die sind seit der Auflösung von ...But Alive sowieso nicht mehr sehenswert. Auf dem Heimweg summt Henne immer wieder den gleichen Satz vor sich hin: "Die Party ist vorbei. Die Party ist vorbei. Die Party ist vorbei. Die Party..."

muff potter. haben mal wieder bleibenden Eindruck hinterlassen.



Geschrieben am 19.02.2009 um 01:00 Uhr.
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Unbenannter Kommentar

Großartig!

Geschrieben am 20.02.2009 um 02:48 Uhr von HF.

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