meschugge werden im kfar

Geschrieben von Teresa am 21.08.2008 um 21:41 . 1 Kommentare. Link.

Meine zweite Arbeitswoche ist zu Ende und bin jetzt nur noch müde...

Gestern Nacht wurde Maya um 3 Uhr ins Krankenhaus gebracht, weil sie gestürzt ist, schon am Mittwochmorgen habe ich sie vor ihrer Tür auf der Treppe gefunden und es kam erstmal ein Socialworker aus der Krankenstation zum Blutdruck-/Zuckermessen etc.

Heute Mittag kam sie aus dem Krankenhaus zurück und war völlig ausgewechselt, fröhlich, plappernd...

Nach meiner ersten Woche in der Keramika fühle ich mich dort schon wohl, allerdings zog sich der Vormittag von 8h bis 11.45h doch manchmal in die Länge, inzwischen hab ich aber genug zu tun und´fühle mich bei der Socialworkerin dort gut aufgehoben; morgens bleibt auch Zeit, oft zusammen mit Gideon, einem Member, noch Post wegzubringen oder zu frühstücken, Yoram kocht mir immer leicht übersüßten Kaffee...

Die Kommunikation mit den Socialworkern ist manchmal schwierig, weil manche überhaupt kein Englisch sprechen und es um mein Hebräisch auch nicht besser steht, stressig fand ich deshalb auch oft den Essensdienst im Altenheim; dadurch weiß ich jetzt aber auch was "Tee mit Milch" und weiteres Essensvokabular auf Iwrit heißt.

Michael, Member aus der Holzwerkstatt, hat neulich gemeint, das Kfar macht ihn manchmal meschugge (=verrückt) , und recht hat er, deshalb war es erholsam letzen Shabbat nach Nazareth zu fahren;        nach Verkündigungskirche, Falafel und steilen Straßen in der Sonne konnte ich das Arbeitsleben hier wieder besser in Angriff nehmen!

Am Dienstag bin ich mit Stefanie, auch Volontärin, zum Bowling mitgefahren, die Members sind richtig gut darin, manche haben aber sehr interessante lustige Wurfstile...

Dieses Wochenende muss ich arbeiten, dafür gehts dann nächstes Wochenende nach Jerusalem und Anfang September für eine Woche nach Tabgha am See Genesareth auf eine Behindertenfreizeit...das motiviert also für die dritte Woche hier!

Lajla tov!

Kommentare

  1. Hey

    19:30, 22.08.2008 . Geschrieben von Anonymous

    Hey Teresa!
    Deine ersten Wochen in Israel hören sich spannend an. Ich kann mir vorstellen, dass die Arbeit dich in den ersten Tagen gestresst hat, man muss sich als ehemalige Schülerin
    ans Arbeiten gewöhnen, dazu die vielen neuen Eindrücke, die du verarbeiten musst. Einen Tipp für stressige Zeiten ( so habe ich mich motiviert): Denk immer daran, wie wertvoll deine "Arbeit" für die Menschen ist, die du betreust. Deinem Bericht zu Folge kannst du deine Zeit einzelnen Personen schenken, dass freut mich sehr für Dich, dadurch können enge Bindungen entstehen! Ich wünsche dir weiterhin viele schöne und eindrucksvolle Begegnungen! Der Herr sei mit Dir.
    Liebs Grüßle aus der Heimat. Dani

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