résumée oktober...

Geschrieben von Teresa am 31.10.2008 um 17:44 . 0 Kommentare. Link.

Und das war mein restlicher Oktober:

Die Wohnung riecht gerade gut nach selbstgebackenem Apfelkuchen, draußen wird es langsam dunkel…wie daheim, langsam hat auch hier der Herbst Einzug gehalten, Anfang der Woche hat es dauergeregnet, das Kfar ist ziemlich schlammig und es hat Überwindung gekostet, seine Morning Jobs im strömenden Regen zu machen…

Statt ein Wochenende im Negev wandern zu gehen, hat mich Günter an einem schönen Donnerstagmorgen zum Arzt gefahren und ich habe drei Tage mit Mittelohrentzündung und Antibiotika die Wohnung gehütet! Statt 180 NIS für die Tour auszugeben hab ich für 187 NIS in der Apotheke eingekauft…

Für die Arbeit im Kfar brauche ich gerade viel Geduld, mit Martin ärgere ich mich mit den Dienstplänen herum, weil ständig Volontäre wegen des  Nachtdienstes für Maya wegfallen…diese Dame habe ich auch vor kurzem einen Vormittag lang im Krankenhaus besucht und das hat sie da so gemacht: Sich ihren Verband weggerissen, sich ihre Injektionsnadeln herausgezogen, beim Mittagessen stand sie dann plötzlich ohne Hose da, das war ein Spaß…danach war ich ziemlich geschafft! Mit den Socialworkern haben wir Volontäre deshalb auch so unsere Probleme im Moment.

Am 28. Oktober waren wir Kfar Tikva Volontäre zum Empfang bei der Deutschen Botschaft in Tel Aviv eingeladen, der Tag der deutschen Einheit wurde nachträglich gefeiert, ganz schick im Garten mit Nationalhymne und Lachshäppchen bei Nieselregen mit ganz vielen wichtig aussehenden Menschen…unter anderem stand da auch Lothar Matthäus auf der Wiese, im Moment ja Trainer bei Tel Aviv und es gab Brezeln!! Zwar schon etwas alte, aber in der Tasche mitgeschmuggelt und am nächsten Morgen getoastet waren sie eine schöne Abwechslung zum israelischen Weißbrot.

Jedenfalls war es ein lustiges Erlebnis, wir haben den Altersdurchschnitt erheblich gesenkt und wir waren mit die letzten, die gegangen sind…und ein paar sind am Schluss noch auf die Idee gekommen, sich ihr Bier selbst zu zapfen…

Gestern Abend haben wir zum ersten Mal am Abend eine Art Taizé Gebetskreis gemacht,  die Ruhe hat mal ganz gut getan nach der Arbeitswoche! Und jetzt ist Freitagabend, verbringe das Wochenende eher gemütlich daheim mit Putzen und Schlafen und Laternen basteln, wir planen einen Laternenumzug durch Kfar Tikva an St. Martin…die Gemeinschaft mit den anderen Volontären hier, vor allem den Mädchen in meiner Wohnung ist echt schön!

Mit Alain bin ich von Ball spielen jetzt auf Mau Mau umgestiegen, gestern Morgen hat er von weitem zum ersten Mal „Thérèse!“ gerufen und freut sich immer, wenn er mich sieht und ich freu mich auch auf unsere nachmittäglichen  Kaffeekränzchen!

Und morgen ist November und jetzt ist das erste Vieteljahr schon vorbei!!

 

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