| Subculthur 2.1 |
Es geht weiter...Was veranlasst einen Menschen, (wieder) mit dem Bloggen anzufangen? Die Antwort ist:
Zeit!
Zeit, die man beim Pendeln hat, wenn man mit einem Becher Schweißkaffee auf den ICE wartet, der entweder kaputt oder zu spät ist. (Nix ist mal wie ein Lottogewinn.)
Die Pendelei hat zwar bald ein Ende wegen meiner neuen beruflichen Lokalität, aber es verlangt mir umso mehr danach, mich wieder zu artikulieren.
Was ist seit der (original) SUBCULTHUR passiert? Ich lebe wieder in Deutschland, was mich zwar eine berufliche Perspektive hat finden lassen, aber das Mißverhältnis in kognitiver Hinsicht zwischen meinen Mitmenschen und mir in keinster Weise positiv beeinflusst hat. Im Gegenteil: Es ist schlimmer.
Hatten die Japaner ihre Eigenarten, Logik zu umschiffen und "ihren" Weg zu gehen (der nicht originär japanisch ist), haben die Deutschen nichts vorzuweisen außer dem Vakuum, das die Kultur bei ihrem Ableben hinterlassen hat.
Dieses Vakuum ist überwiegend in den Köpfen angesiedelt.
Damit ist nicht die Forenkultur gemeint. Die hat sich kaum verändert. Wozu sollte sie auch? Sie bildet den deutschen Gleichsinn in hervorragender Weise ab. Aber die Foren belasten mich nicht - sehr zum Ärger der dort versammelten merkbefreiten Schwachbegabten...
Mich belastet mehr die Zukunft unseres Landes und unserer Nation. Was kümmert es schlecht gekleidete Superchecker mit ihren Assi-Freundinnen, die man morgens zuhauf in der KVV antreffen muss, wer Kanzler ist, und welche Auswirkungen das haben wird?
Richtig: Nichts!
Es ist nicht bekannt, was das für Auswirkungen haben wird, denn Geschichte ist nicht wichtig. Politik ist nicht wichtig, Gesundheit ist nicht wichtig. Aber Handys, Klingeltöne und Co. sind natürlich wichtig. Und solange wir Handys kaufen, bleibt das auch so.
Ich stieß vor kurzem auf folgendes Zitat:
Mitten in der weltweiten Wirtschaftskrise ("Häh? Was geht mich das an?") wählen die meisten Deutschen zwei marktradikale Parteien, deren Credo lautet, daß sich der Staat aus ALLEM raushalten und nur noch das Eigentumsrecht garantieren sollte. Vordenker: Hayek. Lest doch mal, was der schrieb! Ein "gesunder" Staat KÖNNE die eingenommenen Steuermittel NICHT für Sozialleistungen ausgeben. Wer arm sei, wäre selbst schuld und hätte Pech gehabt. Und die deutschen Habenichtse sehen das ein, nicken eifrig und wählen zwei Parteien, die ihre Politik GENAU nach Hayeks Wirtschafts-Thesen ausgerichtet haben. Dazu fällt mir nichts mehr ein. Mir auch nicht! 15:06 | 30.09.2009 | in Volk ohne Raum | von yamamoto
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