Subculthur 2.1

Mein Dôjô (II)


oder auch gerne so:


10:07 | 14.09.2009 | in Budo | von yamamoto
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Mein Dojô...


... muß so aussehen. Schaut Euch dieses Dôjô an...

 


10:31 | 6.09.2009 | in Budo | von yamamoto
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Das Problem mit dem gesunden Karate...


Vor kurzem stieß ich in einem Forum auf einen jungen Menschen (16 J.), der folgendes Problem schilderte:

Hallo KK's, ich betreibe mittlerweile seit 8 Jahren Karate und hätte zu meinem Körper ein Frage. Ich kann trainieren bis zum Umfallen, es macht Spaß, es wird gedehnt und ich habe keinerlei Beschwerden. Dann wache ich nächsten Morgen auf, alles in Ordnung und aufeinmal beim Laufen auf der Straße kriege ich schmerzen beim Laufen. Also die Sehnen tun weh und es fühlt sich an als wäre ich im Körper eines 80 jährigen. Manchmal (nicht nach dem Training) tun einfach die Knie weh oder wieder die Sehnen. Beim Training achten wir besonders auf die Knie und es fühlt sich alles normal an. Habt ihr ähnliche Erfahrungen?

Was mir auffiel, war sein Vergleich zu einem 80jährigen Mann. Ein typisches Bild, da wir davon ausgehen, mit zunehmendem Alter unsere Beweglichkeit zu verlieren. Dies ist jedoch falsch. Bereits in jungen Jahren das Bewegungsbild eines Greisen aufzuweisen, deutet auf sensomotorische Amnesie hin. D.h. unser Körper hat funktionale Bewegungsmuster vergessen. Anders ausgedrückt: Wir verlernen natürliche Bewegungen, richtiges Gehen, richtiges Sitzen, richtiges Aufstehen usw. Die neuen Bewegungsmuster sind unphysiologisch und verursachen Schmerzen, der Bewegungsradius ist eingeschränkt usw. Die Folgen (nicht die Ursache)  neben den Schmerzen und der Unbeweglichkeit sowie dem subjektiven Gefühl des Alters sind später Arthrosen oder rheumatische Erkrankungen.

Der Grund, warum z.T. über 80jährige Meister noch täglich trainieren können, liegt in der Funktionalität ihrer Bewegungen. Diese Funktionalität ist heute im Karate nicht mehr gegeben. Deswegen gehören kaputte Knie und Rückenleiden zu der doch angeblich so gesunden "Sportart Karate".

Die Ursachen waren schnell gefunden:

Was macht Ihr zum Aufwärmen?

10 Minuten Laufen(vorwärts, rückwärts), seitlich Hopsen(Beine zusammen und auseinander oder über Kreuz vorne und hinten, arme Kreisen, manchmal(seltener)aus dem Rennen in Liegestütz->Rolle -> Hochstrecksprünge.

Wird bei Euch darauf geachtet besonders tief zu stehen?

Bei Kata ja, da es eine Formsache ist und bei Kumite eher Kampfstellung, da man in Kämpfen eher seltener so tief steht.

Ist bei Euch Anspannen am Ende der Technik wichtig?

Ein gewisse Körperspannung ist durch Hüftarbeit und Kniearbeit vorhanden(Knie nach außen und Fuß leicht nach innen in Zenkutsu-Dachi oder Kokutsu-Dachi-tiefer und Knie nach außen)

Noch Fragen?

Vielleicht fragt man Läufer, wie die sich aufwärmen, bevor sie laufen gehen. Und 10 Minuten laufen? Was soll das bringen? 

Auch wenn der Protest groß ist: Armkreisen und Hüftarbeit sind weder funktionale Bewegungen, noch gehören diese zum Karate. Arme kreisen bewegt das Schultergelenk nicht in allen Ebenen. Hüftarbeit ist ein Resultat richtiger Fußarbeit. Die Hüfte isoliert zu bewegen - wie es im JKA-Karate gerne gelehrt wird - belastet Knie und Rücken, da die Füße nicht mit einbezogen sind.

Natürlich lies sich im Verlauf der Diskussion "nichts entdecken von dem grundsätzlich abzuraten wäre". Einseitige Belastungen seien halt zu vermeiden.

Schon mal in den eigenen Rücken hineingehorcht bei Hock-Streck-Sprüngen? Er dankt es uns nicht!

Zuguterletzt:

Tatsächlich reagiert aber auch jeder Körper anders, hat andere Fehlstellungen und Schwachstellen.

Und? Muss man das jetzt als gegeben hinnehmen? Wäre es nicht angebracht mittels gezielter Körperarbeit genau diese abzubauen? Doch, das geht. Auch wenn man in gewissen Karate-Kreisen scheinbar über die Kenntnis von Physiologie erhaben ist. Schade!

Der ganze Schodder hier.


10:11 | 3.09.2009 | in Budo | von yamamoto
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Gute Trainingsmusik


Ich persönlich bevorzuge die Stille eines klassischen Dôjôs. Aber wenn Musik, dann z.B. sowas hier:

 


10:24 | 2.09.2009 | in Budo | von yamamoto
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Traditionen


In einem Internetforum ging es kürzlich wieder um Traditionen. Bzw. uferte eine Diskussion über die Warte- bzw. Vorbereitungszeit zu Dan-Graden in jene Richtung aus. Hier einige Erläuterungen zur Tradition in den Kampfkünsten:

----------------------------------------------------------------------

Wer oder was ist traditionell? Ab wann ist etwas eine Tradition? Gibt es richtige und falsche Traditionen?

Den korrekten Gruß im Training zu pflegen, ist sicher richtig als "traditionell" zu bezeichnen. Aber für die meisten hört mit der Benennung schon auf. Weil die Hintergründe schlicht nicht bekannt sind. Da wurde nicht vollständig überliefert. Die Tradition des Grüßens wird in kaum einem deutschen Dôjô richtig umgesetzt. Deswegen ist die Tradition nicht "falsch", sondern unvollständig. Was jedoch nicht besser ist.

Falsche Traditionen in dem Sinne sind z.B. hochtrabend kitschige Übersetzungen von technischen oder sonstigen Begriffen, die etwas suggerieren, was gar nicht da ist. Auf der Seite der deutschsprachigen Karate-Verbände findet sich z.B. dies:

Yudansha

* 01. Dan - 初段 Shodan Der suchende nach dem Weg
* 02. Dan - 二段 Nidan Der am Anfang des Weg stehende
* 03. Dan - 三段 Sandan Der anerkannte Weg Schüler
* 04. Dan - 四段 Yondan Der technische Experte

Kodansha

* 05. Dan - 五段 Godan Grad des Wissens
* 06. Dan - 六段 Rokudan Grad des Wissen ( Renshi ) Übungsleiter, Trainer
* 07. Dan - 七段 Nanadan Grad des Wissens ( Kyoshi ) Lehrer
* 08. Dan - 八段 Hachidan Grad des Wissens ( Kyoshi ) Lehrer
* 09. Dan - 九段 Kudan Grad des Wissens ( Hanshi ) oder SAIKO SHIHAN
* 10. Dan - 十段 Judan Grad des Wissens ( Hanshi ) oder SAIKO SHIHAN

Das soll nach Funakoshi so sein. Allerdings lässt sich das nicht belegen. Zumal es unter Funakoshi nur fünf Dan-Grade gab. Und die Übersetzung der Kanji sprechen für sich.

Ähnlicher Romantizismus verbreitet eine Anfängerin in einschlägigen Foren:

Was heißt Heian, was Shodan, wo kommt es her?: Heian bedeutet Friede aber auch innere Ruhe, Shodan bedeutet unterste Stufe. Sho wurde aus dem Wort "sho-gatzu" (so nennt man die ersten zwei Wochen des Jahres) genommen. Mit den ersten zwei Wochen begrüßen wir das neue Jahr, mit der Shodan begrüßen wir die Kata's. Wir stehen am Anfang dessen.

Shôgatsu: 正月

Shodan: 初段

Da hat sich die Gute aber böse vertan. Sie beruft sich aber auf einen "Meister". Und der will "traditionelles" Karate in Deutschland machen, mit einem 6. Dan.

Muss man jetzt Japanisch lernen?

Wenn man lediglich traniert, nicht zwingend. Wenn man dagegen in Foren und auf Lehrgängen meint, darüber referieren zu müssen: JA!

Weiter geht es:

Sie hat fünf Waffen, dreimal Abwehr, zweimal Angriff. Der Reihe nach sind dies Gedan Barai, Oi Tsuki, Tettsui Uchi, Age Uke, Shuto Uke. Sie beinhaltet drei Wendungen, jene aus 90 Grad, 180 Grad und 270 Grad, die 45-iger rechnet man nicht mit. Sie hat drei Angriffsstufen, nämlich Jodan, Chudan und Gedan. Es gibt aber noch eine vierte, nur ist diese hier nicht dabei. Wie heißt sie? Hisa Shita nennt sie sich und meint den Bereich ab Knie abwärts.

Sprach's und meint es wirklich so. Was ist mit den Wurftechniken in den Heiangata? Gibt es die nicht? Oder werden sie evtl. nicht überliefert?

Kata-Training alleine als Tradition zu sehen ist daher nicht korrekt, weil die Bedeutung der Kata offensichtlich nicht vollständig überliefert wird. Die Tradition ist unvolständig und das Training daher nicht tauglich, eine gewisse Stufe zu erreichen.

Und den Klassiker:

weißer Karate Gürtel = Unbefleckte Farbe, der Träger ist noch unwissend

gelber Karate Gürtel = Die Erde (charakterisiert den Erdboden als den Anfang, auf dem das Folgende wächst)

oranger Karate Gürtel = Die Sonne (die Früchte sprießen, die Saat geht auf)

grüner Karate Gürtel = Die Frucht (es sind bereits Früchte entstanden)

blauer Karate Gürtel = Der Himmel (stellt den Himmel dar, eine Grenze ist erreicht, was nun zu Höherem befähigt)

brauner Karate Gürtel = Alle Farben/Symbole vereinigt (etwas Großes ist im Kommen)

schwarzer Gürtel = Den Meister seiner selbst (die Farbe des Meisters, die alle anderen Farben in sich vereint und Achtung und Ehrfurcht einflößt)

rot-weißer Gürtel = Rot symbolisiert die Glut und Kraft der aufgegangenen Sonne, die alles wachsen lässt, weiß ist der Weg zur wahren Meisterschaft)

Muss man noch etwas dazu sagen?

Eine Tradition beginnt im Moment der Weitergabe bzw. setzt sich fort mit der Überlieferung. Es kann natürlich auch junge Traditionen geben, die Qualität der Tradition ist nicht mit dem Alter korreliert.

Viel wichtiger ist die vollständige Tradierung. Um beim Beispiel des korrekten Grußes zu bleiben:

Warum wird in Seiza gegrüßt?

Woher kommt das?

Warum macht man das?

Was bringt das in ganzheitlicher Hinsicht?

Hier können oft nur die ersten beiden Fragen beantwortet werden. Das hat mal halt im alten Japan so gemacht. Das ist japanische Höflichkeit usw.

Man kann das nicht wirklich erschöpfend erklären, wenn man sich nicht damit beschäftigt. Mir ist die vollständige Bedeutung der Etikette erst durch die Teezeremonie klar geworden.

Müssen denn nun alle Teezeremonie lernen, um Budô zu verstehen?

Sicher nicht bis zum 1. oder 2. Dan. Wobei es natürlich Vorteile hätte. Ansonsten behält man sich die sog. schönen Künste für den Kôdansha-Bereich vor.

Natürlich kann man so dennoch Olympiasieger werden. Aber von den Traditionen weiß man eben sehr wenig.

Sport-Budô als traditionell zu bezeichnen ist nicht korrekt.

Und das gleiche gilt für diese Warte- oder Vorbereitungszeiten.


10:12 | 28.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Samurai mal anders...


 

 


10:26 | 20.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Nijûshiho


Ein interessanter Vergleich, auch wenn dort kein technischer Niedergang zu sehen ist:

 


10:48 | 18.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Shôtôkai-Kumite


Schönes Ôyô-Kumite...

 

 

auch wenn man "funny" anders schreibt...


10:43 | 18.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Ushiro Kenji über "genten" (1)


Ushiro Kenji, Okinawa Shindôryû Karate, Osaka, Japan
Aus dem Englischen von Stephan Yamamoto

Ursprüngliches Budô

Unsere Auffassung von Budô muß unbedingt im eigentlichen Zweck der Kampftechnik wurzeln, nämlich der Entscheidung über Leben und Tod im Zuge einer Schlacht. Darüber hinaus sollte unser Training ein tiefes Verständnis vom Leben, der Gedanken, der Persönlichkeit und des Geistes der Gründer beinhalten, deren Traditionen wir weiterführen.
Durch die Techniken, die unser Budô ausmachen, haben wir die Möglichkeit – und gleichzeitig die Verpflichtung – die Antworten zu finden, nach denen schon die Begründer selbst gesucht haben. Ich bin der Ansicht, daß es den eigentlichen Sinn des Budô bildet, wenn man diese Idee in der Gegenwart neu umsetzt.
Gleichzeitig bietet uns unser keiko (2) die Chance, Dualitäten (3) zu überwinden und unseren Körper ganzheitlich zu formen. Es ist an uns, unseren Geist zu entwickeln und durch die Einheit des Physischen und Spirituellen unsere Grenzen überwinden zu lernen.
Verlieren wir dieses Ziel aus den Augen und kommen so von unserem eigentlichen Weg ab, bedeutet dies auch automatisch den völligen Verlust dieses Weges. Unglücklicherweise haben wir meist den Punkt an dem es kein Zurück mehr gibt bereits überschritten, wenn wir diesen Verlust bemerken. Budô ist für ein solches Schicksal besonders empfänglich, da es sich um ein schwer zu beschreibendes, kulturelles Gut handelt, das direkt von Lehrer zu Schüler weitergegeben wird.
Heute erleben wir ein Aushöhlen der Kampfkunst. Es spielt keine Rolle, ob die jeweilige Disziplin Wettkampf praktiziert oder nicht: Der Trend, Budô rein als Sportart zu sehen, nimmt ständig zu.
Im Ergebnis wird die mehrfache Wiederholung von Techniken, die die Grundlage aller Kampfkunst bildet, zu etwas Oberflächlichem, während essentielle Inhalte wie Atmung und Ki zur Theorie verkommen.


Die Essenz des Budô: Harmonisierung

Die heutigen Karatestile haben die Ausbildung von Schlag- und Trittechniken und das freie Kämpfen zum Ziel. Obwohl beide den gleichen Namen tragen, haben das aktuelle Sportkarate und das Bujutsu-Karate jedoch ganz unterschiedliche Ziele.
In Bezug auf Schlagtechniken, die zweifelsohne einen der Kernbereiche des Karate bilden, hören wir oft den Ausdruck “mit einem Schlag töten.” Die Bedeutung dessen liegt dann in einer unglaublich wirkungsvollen Angriffstechnik. Wie dem auch sei, die Natur dieses Ausdrucks unterscheidet sich zwischen Sportkarate und Bujutsu-Karate ganz erheblich.
Im sportlichen Karate bedeutet “mit einem Schlag töten” einen starken Treffer zu landen. Dagegen ist im Bujutsu-Karate das primäre Ziel in den Gegner einzudringen – während man ihm damit gleichzeitig die Möglichkeit für einen Angriff oder eine Abwehr nimmt. Daher ist der Anspruch an das Training dieser beiden Sichtweisen ein jeweils völlig anderer.
Da Sportkarate das Augenmerk auf Schlagen und Treten legt, besteht das Training hauptsächlich aus der Arbeit am Makiwara und dem Sandsack. Im Gegenzug befaßt sich das Bujutsu-Karate primär mit der “Kontrolle durch Nicht-Schlagen” (4) – auch wenn das zunächst widersprüchlich klingen mag, nicht zu schlagen. Physisches Training an einem unbeweglichen Ziel ist daher von untergeordneter Bedeutung. Sicherlich kann ein solches Training eine Hilfe sein um die eigenen Fortschritte zu messen. Herkömmliches keiko legt darauf allerdings keinen großen Wert.
Schlagtechniken beinhalten den Schock des Aufpralls, „Nicht-Schlagen“ dagegen zielt auf keinerlei Schockwirkung ab. Im letzteren finden sich die Prinzipien der Harmonisierung (5), die dem echten Bujutsu-Karate zugrunde liegen.
Paradoxerweise entstammt die Energie für diese Harmonisierung der Kraft des Angriffs oder dem Potential eines starken Treffers. Harmonisierung alleine ist dabei nicht das Entscheidende, sondern sie ist lediglich Mittel zum Zweck. Sie bedeutet eher die absolute Kontrolle über Distanz und Timing, die es uns erlaubt, uns und unseren Gegner vollständig zu erfassen. Kata-Training im Karate bietet uns eine besonders effektive Methode, dies zu erforschen.
Auf die gleiche Weise wie wir die Fähigkeit Fahrradfahren nutzen und nie wieder verlernen, wenn wir es erst einmal können, werden wir die Techniken der Kata erst dann richtig anwenden können, wenn wir die Natur der Kata selbst verstanden haben. Jedoch ist die Kata kein rein körperlicher Vorgang wie das Fahrradfahren und daher schwerer zu verinnerlichen.
Könnten die Kata so benutzt werden “wie sie sind” wäre ihre Effizienz nicht in Frage zu stellen. Da aber die meisten Kata heute anders ausgeführt werden als ursprünglich in den okinawanischen Schulen, sind sie durch den rein sportbezogenen Zugang zunehmend unbrauchbar als Kampftechnik geworden. In der Konsequenz hängt es vom Lehrer ab, ob die in den Kata enthaltenen Prinzipien noch umgesetzt werden können oder nicht. In anderen Worten: Der Lehrer selbst wird zur Essenz der Kata.
Genau so wie multiplikatorische Tabellen die Basis für die Arithmetik bilden, bilden die Kata die Basis von Budô und Bujutsu. Nur durch wiederholtes Üben dieser Grundlagen können wir sie verstehen. Im Gegenzug können wir nur so konkrete Anwendungen entdecken und umsetzen. Gleichzeitig ist es ebenso wichtig, uns die Prinzipien der Harmonisierung im täglichen Leben zu eigen zu machen, da sie das Herz des Bujutsu bilden.
Schließlich bleiben die korrekten Anwendungen trotz aller meisterhaft ausgeführten Technik etwas, das erarbeitet werden muß. Es ist daher wichtig für unseren Fortschritt, uns auf die Essenz der Technik zu konzentrieren. Nur so können aus den Techniken angemessene Reaktionen innerhalb einer Angriffssituation werden. Das ist mit der Rückkehr zu den Ursprüngen des Budô gemeint.

----------------------
(1) 原点 jap. Ursprung, Ausgangspunkt. Gemeint ist “ursprüngliches” Budô.
(2) 稽古 jap. Training, Übung inner halb der Kampfkünste und der traditionellen schönen Künste Japans.
(3) Gemeint sind Gegensätze wie die Trennung von Körper und Geist oder des Menschen von seiner Umwelt, woraus scheinbar unüberwindbare Probleme entstehen.
(4) Im Originaltext heißt es “non striking control.”
(5) Im Originaltext heißt es „unification."


10:39 | 15.08.2009 | in Budo | von Judomax
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Gute Nachrichten...


Karate wird 2016 nicht olympisch:

Vor allem die Sponsoren werden für diese Entscheidung gesprochen haben: Golf und Rugby könnten 2016 olympisch werden, wenn die Vollversammlung dem Plan der IOC-Exekutive zustimmt. Aussortiert sind Karate, Squash und Inline Skating.

Hier weiterlesen: click

Und bitte: Es spielt sehr wohl eine Rolle, ob gehoppeltes Karate olympisch wird oder nicht. Karate ist nach wie vor eine Randsportart. Ein höherer Bekanntheitsgrad durch Olympia wird weniger Fragezeichen auf die Gesichter der TV-Zuschauer zeichnen, als vielmehr die Begeisterung für Budô an sich dämpfen. Mann kann sich nämlich durchaus eine Meinung bilden, ohne Karate zu betreiben.


10:40 | 14.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Das Ideal der Kata


Doch, doch! Auch (und gerade) im Shôtôkanryû sollte man sich so bewegen:

 


10:35 | 14.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Bunkai das nicht passt...


Kaum schaut man sich in den einschlägigen Foren um, stößt man auf Sentenzen wie diese hier:

Bei uns im Shotokan-verein wird bei den Katas absoluter Wert auf die vorgegebene Ausführung gelegt. Bei meinen Gesprächen oder Übungseinheiten mit Leuten aus dem BJJ oder Ninjitsu muss ich für mich feststellen, dass Katas und Bunkai nur ganz wenig miteinander zu tun haben. Angreifer machen üblicherweise einfach etwas anderes, als im bunkai vorgegeben.


Stimmt soweit, wenn man unter Bunkai die ebenso versteiften und verkniffenen Showeinlagen versteht, die neuerdings auf Wettkämpfen zu sehen sind. Jenes Bunkai funktioniert auch nicht.

Was mich allerdings an solchen Sätzen viel mehr ärgert, ist die Tatsache, daß solche Erkenntnisse scheinbar nicht zum Nach- und Umdenken anregen.

Den ganzen Spaß gibt's hier zu lesen: click


10:47 | 5.08.2009 | in Budo | von yamamoto
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Sozialtrash, Straßenbahn, Kaffee zum Mitnehmen und Arbeitslosigkeit...

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