Ramasuri

06:33, 11.06.2006. Von Thowe

oder auch, von kleinen und großen Zufällen. Denn der Titel war wenig geplant, so mal ich den Begriff bis vor wenigen Stunden noch gar nicht kannte. Allerdings, ich wollte einen Titel mit Rama haben, der siebten Inkarnation des hinduistischen Gottes Vishnu, Bewahrer und Kämpfer für das Gute. Vishnu steht für die Erhaltung, anders als Shiva, der für die Kraft der Zerstörung steht und Brahma letztendlich steht für die Schöpfung und somit dem Neuanfang. Eine stetige Trennung gibt es unter ihnen aber nicht, so kann jeder von ihnen auch anders wirken. Kurioses am Rande, eine seiner Insignien, das Chakra (ein drehendes Rad für die Schlacht gegen Feinde der göttlichen Ordnung) steht auch für die Verbindungen zwischen Körper und Astralleib, die im Hinduismus und Buddhismus eine wichtige Rolle spielen, genau wie bei der chinesischen Medizin, der Akkupunktur. Wichtiger als das Chakra, ist wohl das Padma, die Lotusblüte die für Reinheit und Kreation steht. Deren "Lotuseffekt“ eben effektiv die Adhäsion verhindert, womit sie selbst im dreckigsten Tümpel noch sauber und rein erstrahlt.

Rāma , dessen Geschichte im Rāmāyana festgehalten ist, war der Prinz von Ayodhya und galt als geistreicher Streiter mit übermenschlicher Kraft, der seine Frau Sita, ein Findelkind, dadurch gewann, das er den Bogen des Shiva spannen konnte. Durch Intrigen wurde jedoch verhindert, das er Kronprinz von Videha wird und stattdessen für 14 Jahre verband wurde, zusammen mit seiner Frau Sita und seinem Bruder Lakshmana. Sie kämpfen in den Jahren gegen Dämonen und zuletzt gegen den Dämonenkönig von (Sri) Lanka – Ravana, der als durch Menschenhand unsterblich galt und am Ende nur durch die göttliche Kraft der Inkarnation von Vishnu und dem sanftmütigen und überlegen(d) klugen Affengott Hanuman besiegt wurde.

Über Sita gibt es verschiedene (angefügte) Überlieferungen, ihr Name steht für Ackerfurche, in der eben der König von Videha sie fand. Rama, hat nach dem Sieg über Ravana Zweifel an der Treue seiner Frau, da Ravana sie bat sich ihn hinzugeben und um ihre Unschuld zu beweisen, unterzieht sie sich der Feuerprobe und wird von Agni, dem Feuergott, nicht verbrannt und somit wieder mit Rama verbunden. Durch dieser Probe seht sie auch heute noch als Inbegriff für Reinheit und Treue, denn Dämonen hatten die Eigenschaft der Gestalltwandlung und konnten somit große Macht über Menschen ausüben. Beide, Rama und Sita, kehren heim nach Videha, wo der anstatt Rama eingesetzte Regent Bharata ihn die Krone überlässt.

Der bekannteste Avatar des Gottes Vishnu dürfte jedoch Buddha gewesen sein, der neunte und somit die vorletzte Inkarnation des großen Erhalters. Hier muss man allerdings immer sehr vorsichtig sein, der Hinduismus ist keine missionierende Religion, so wird auch die 10. und letzte Form des Vishnu, Kalki, sehr oft mit Jesus gleichgesetzt, der am Ende der Menschheit über diese richten wird, in dem Sinne, dass das Dharma wieder hergestellt wird, eines der 4 Aspekte des menschlichen Lebens. Die anderen sind Kama, Artha und Moksha. Das Kama bezeichnet dabei die Lust, Sexualität und den Genuss, Artha steht für Wohlstand und Erfolg und Moksha für die Erlösung. Dem Dharma, sprich dem Leben nach den kosmischen (natürlichen) und sozialen Gesetzen wird aber der höchste Stellenwert zugeschrieben.

Suri, klingt wie japanisch, ist es u. a. auch und bedeutet soviel wie Taschendieb, aber das ist in diesem Fall nicht die eigentliche Idee dahinter gewesen. Gibt dem Ganzen, da ich die japanische Kultur durchaus schätze, noch einen kleinen Touch in diese Richtung, während das Wort als solches für vieles steht. Soll aber in diesem Fall eben für die Sonne stehen und zielt am Ende auf Erleuchtung und auf den vorläufigen Abschluss von Vishnu und den Weg zum Buddhismus. Somit steht es für Religionen und Philosophien, ein Aspekt der durchaus einen gewissen Charme auf mich ausübt, während ich mich selbst aber nicht unbedingt als religiöser Mensch einstufen würde, im Prinzip passt Agnostiker in einem gewissen Rahmen sehr gut zu mir.

Ramasuri als ganzes Wort entstammt dem rumänischen, passte deshalb aus vielen Gründen unglaublich gut und steht am Ende für Wirbel und somit ein großes Durcheinander. Zumindestens, wenn man dem Duden glauben darf, was uns zu "Viel Lärm um Nichts bringt“ und einer meiner größten Leidenschaften. Aber dazu ein anderes mal mehr.

Das Bild von der Tastatur im Hintergrund, ist aus einer Aufnahme der entstammen, auf der ich auch gerade diese Zeilen tippe. Da ich den Gebrauch von reinen Sepia und ähnlichen Filtern für zu simpel halte, hatte ich es mit einem Farbverlauf in Sepia-Tönen und geringer Deckung überlagert. Die Umlaute bewusst im Bild, was eben auf das Herkunftsland meiner Person verweisen soll. Der tiefere Sinn ist wohl im bloggen selbst gegeben, da das Schreiben ja den treibende Stellenwert hat. Im Zusammenhang mit dem Titel, ergibt sich dann ein wertendes Gesamtbild.

Thomas

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